HoHo Wien könnte neuer Sitz der EMA werden

Bauarbeiten laufen nach Plan und könnten zeitgerecht für den Umzug der Behörde fertiggestellt werden

31.03.2017 – Vergangene Woche stellte die britische Premierministerin Theresa May bei der EU den formellen Antrag zum Austritt Großbritanniens. Das galt auch als Startsignal für den Prozess zur Entscheidung eines neuen Standorts für die Europäische Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency).

Das 24-geschossige Holzhybridhaus HoHo Wien in der Seestadt Aspern. © cetus Baudevelopment / Rüdiger Lainer und Partner
Das 24-geschossige Holzhybridhaus HoHo Wien in der Seestadt Aspern. © cetus Baudevelopment / Rüdiger Lainer und Partner

Die zweitgrößte EU-Behörde muss als Folge des Brexits ihren Sitz in London verlassen und wird nicht nur von Wien, sondern von Städten in rund 20 EU-Ländern, umworben. Wien legte der EMA diesbezüglich eine Liste von acht möglichen Top-Immobilien vor, die den hohen Anforderungen der 900 Mitarbeiter starken Behörde entsprechen und auch rechtzeitig bis zum geplanten Umzugstermin 2019 bezogen werden können.

Neben sechs hochmodernen Immobilien wurden, um den speziellen Charme Wiens zu betonen, zwei historische Gebäude in die Endauswahl aufgenommen. Um die besten Standorte in der ganzen Stadt lückenlos zu erfassen, wurde der Immobilienspezialist teamgnesda beauftragt, den gesamten Immobilienmarkt zu scannen und zu bewerten. In dieser attraktiven Liste befindet sich auch das HoHo Wien.

Dieses aktuelle Bild zeigt die Baustelle des HoHo Wien …
Dieses aktuelle Bild zeigt die Baustelle des HoHo Wien …
… Im Sommer soll in den Hochbau übergegangen werden. © cetus Baudevelopment
… Im Sommer soll in den Hochbau übergegangen werden. © cetus Baudevelopment

Status quo Baustelle

Die Bauarbeiten für das HoHo Wien laufen aktuell wie geplant. Derzeit befinde man sich laut Auskunft des Projektentwicklers cetus Baudevelopment noch in der Finalisierung der Tiefbauarbeiten. Im Sommer dieses Jahres soll in den Hochbau übergegangen werden. Nach wie vor ist unbekannt, welches österreichische Unternehmen die Holzbauteile liefern wird.

Sollte das HoHo Wien für den neuen Sitz der EMA ausgewählt werden, würde laut cetus dessen Nutzungskonzept an die Anforderungen der Behörde angepasst werden. Einen Großteil der Mitarbeiter könnte der 24-geschossige HoHo Wien-Hauptrakt selbst aufnehmen. Einige der 900 Mitarbeiter müssten in angrenzenden Gebäuden untergebracht werden.

_mr / Quelle: cetus Baudevelopment