Holzbau als Chance für Olympia 2022

Die Bewerbung der Schweiz (Kanton Graubünden) als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2022 wird in der Bevölkerung kontrovers diskutiert. Am 3. März wird es dazu eine Volksabstimmung geben. Der Dorn im Auge: temporäre Bauten. Ein örtlicher Holzbauer krempelte deshalb die Ärmel hoch um zu zeigen, dass sich dieses Problem am besten mit Holz lösen lässt.

Die Innenausstattung des "Olympia Bündner Zimmers"
Die Innenausstattung des "Olympia Bündner Zimmers"
Das Holzmodul mit einer Nutzfläche von 27 Quadratmetern
Das Holzmodul mit einer Nutzfläche von 27 Quadratmetern

Kurz vor Jahreswechsel initiierten die Bündner Unternehmer Gian Fanzun und Enrico Uffer das Projekt „Olympia Bündner Zimmer“. „Wir wollten etwas Greifbares schaffen, um den Bewohnern zu zeigen, welche großartige Chance Olympia für den Kanton ist“, so Fanzun. Die Planer der Fanzun AG erstellten bereits im Vorfeld Machbarkeitsanalysen mit Standortbewertungen sowie Flächen und Volumenstudien für die Olympiadörfer. Die temporäre Athletenunterkunft soll ausschließlich aus Holz und heimischen Materialien bestehen. Der fertige Prototyp wird noch vor dem Urnengang präsentiert: Eine Holzmodul ist für zwei Personen gedacht. Die einzelnen Einheiten lassen sich übereinander horizontal und vertikal stapeln. Jede Einheit wird, von der Außenhülle bis zur Innenausstattung inklusive Elektro- und Wasserinstallationen, im Werk vorgefertigt und kann als Raumzellenmodul an einem beliebigen Ort und in beliebiger Anordnung aufgebaut werden. Zur Überbrückung des Betten-Defizits während der Spiele würden im Kanton rund 600 bis 800 solcher Einheiten benötigt werden.

 

 

www.uffer.ch

www.fanzun.ch

 

Foto: Michael Egloff

Text: Mag. Birgit Koller (für holzbau austria bearbeitet) 29.01.2013