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14 Geschosse aus Holz für das "Trehus" im norwegischen Bergen

17.09.2013 – Das Wettrennen um den höchsten Holz(wohn)bau geht in die nächste Runde. Favorit für 2014 ist ein mit 14 Geschossen geplantes Gebäude namens „Trehus“, welches demnächst im norwegischen Bergen (geplanter Baustart Ende 2013) in den Himmel gezogen wird. Mit einer Höhe von 48 m wird das Haus dem australischen Forté Living Tower (32,17 m, siehe holzbau austria 5, S. 28 f.) den Rang ablaufen. Insgesamt sollen 62 Wohnungen auf einer Nutzfläche von rund 5700 m2 entstehen. Der Bauträger, Bergen og Omegn Boligbyggelag (BOB), möchte damit an die weit zurückreichende Holzbau-Tradition des Landes anknüpfen und die Machbarkeit des hoch verdichteten Stadtbaus mit natürlichen Werkstoffen unter Beweis stellen. Das komplette Gebäude soll in einem Werk in Estland vorgefertigt werden (Kodumaja). Moelven Limtre wird den Rohstoff liefern. Auch Liftschacht und Treppenhaus werden aus Massivholz gefertigt.
Laut dem verantwortlichen Architekturbüro Artec AS, Bergen, war anfänglich geplant, die äußere Holzfassade des Gebäudes komplett der Witterung auszusetzen. Das Vorhaben revidierte man allerdings aufgrund des extrem humiden Klimas in Bergen. Probleme bereitet außerdem das geringe Gewicht des Holz-Wolkenkratzers: „Bei starkem Wind würde das Gebäude zu sehr in Schwingung geraten. Das würde nicht die Sicherheit, aber den Wohnkomfort beeinträchtigen. Deshalb werden wir das Gebäude mit zusätzlichen Lasten auf der Decke einschweren müssen“, so die Architekten.

StreetView-Ansicht (Vor Baubeginn)

Fotos: Artec

Text: Michael Reitberger