In Green Buildings ist man gescheiter

Harvard-Studie belegt signifikanten Zusammenhang zwischen kognitiven Fahigkeiten und Raumluftqualität

© pixabay
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28.09.2016 – Bis zu 90% seiner Zeit verbringt der Durchschnittsmensch in Gebäuden. Insofern spielen die physiologische Unbedenklichkeit von Baustoffen aber auch die technische Bauqualität von Innenräumen bedeutende Rollen in Bezug auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen. Forscher des Center for Health and the Global Environment der Harvard University haben nun in einem Feldexperiment herausgefunden, dass der Aufenthalt in Green Buildings im Vergleich zu konventionellen Gebäuden eine signifikante Steigerung der kognitiven Fähigkeiten von Probanden zur Folge hat.

Im Experiment ließ man 24 Testpersonen mehrere Tage sowohl in einem konventionellen Gebäude mit üblichen VOC-Werten (flüchtige organische Verbindungen wie CO2) als auch in einem Green Building mit technisch verbesserter Luftqualität arbeiten.

Zusammenhang zwischen Bauweise und kognitiver Leistungsfähigkeit; © Center for Health and the Global Environment, Harvard University
Zusammenhang zwischen Bauweise und kognitiver Leistungsfähigkeit; © Center for Health and the Global Environment, Harvard University

Jeweils am Tagesende (17 Uhr) mussten die Probanden spezielle Tests mit einer Management-Simulationssoftware absolvieren, womit ihre Fähigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen, geprüft wurde. Durchschnittlich war die kognitive Leistungsfähigkeit der Probanden nach einem Arbeitstag im Green Building um 61% höher als im konventionellen Gebäude. Nach zwei weiteren Versuchen in einem sogenannten "Green+ Building" (nochmals deutlich erhöhte Luftwechselrate) konnte sogar eine Steigerung um 101% festgestellt werden.

_mr / Quelle: Harvard University