Die nächste Großübernahme aus Kärntner Sicht

Hasslacher-Gruppe kauft Nordlam von Rubner

Symbolbild; © Jauk
Symbolbild; © Jauk

16.06.2017 – Am 13. Juni haben Stefan Rubner, Präsident Rubner Holzindustrie, und Christoph Kulterer, CEO der Hasslacher-Gruppe, den Vertrag zur Übernahme aller Anteile der beiden am Standort Magdeburg ansässigen Unternehmen Nordlam GmbH und Abbundzentrum Nordlam GmbH unterzeichnet. Den 250 Mitarbeitern wurde von Stefan Rubner unmittelbar nach Unterzeichnung die Hasslacher-Gruppe als zukünftiger Eigentümer vorgestellt, informiert man in einer Pressemitteilung.

Rubner gründete Nordlam 2000 als Greenfield-Projekt. Innerhalb weniger Jahre etablierte sich das Unternehmen zu einem der größten BSH-Hersteller in Europa. Die Marke Nordlam steht laut eigenen Angaben für hochwertiges Brettschichtholz als Stangenware, Kommissionsware und Express-Elemente. In den vergangenen Jahren wurde der Standort um ein Abbundzentrum und eine zweite BSH-Fertigungslinie erweitert. Heute produzierte man in Magdeburg jährlich rund 200.000 m³ BSH, das weltweiten Absatz findet.

250 Beschäftigte sollen bleiben

„Wir haben in der Hasslacher-Gruppe einen verlässlichen Partner zur verantwortungsvollen Weiterführung des Standortes Magdeburg gefunden, bei dem wir auch unsere langjährigen Mitarbeiter in guten Händen wissen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“, so Geschäftsführer Stefan Rubner. „Rubner wird sich künftig vermehrt auf die Herstellung plattenförmiger Holzwerkstoffe sowie auf die Kernkompetenz im Bauen mit Holz konzentrieren.“ Kulterer meint zur Übernahme: „Der Kauf von Nordlam ermöglicht uns weiteres Wachstum auf den internationalen Märkten, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können. Wir freuen uns auf die standortübergreifende Zusammenarbeit mit allen 250 Beschäftigten von Nordlam.“ Die Hasslacher-Gruppe plant, die Produktion in Magdeburg mit den bestehenden Mitarbeitern weiter auszubauen und das Produktportfolio mittelfristig zu erweitern. Details gibt es dazu noch keine. „Der Standort hat auf jeden Fall das Potenzial für mehr Leistung", sagt Kulterer. Es wäre aber naheliegend, die stabförmigen Produkte um flächige zu ergänzen.

Die Übernahme ist noch vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde, die in den nächsten Wochen erwartet wird.

_mn / Quelle: Rubner Holzindustrie