Gewaltiger Bürokomplex nahe Paris geplant

125.000 m² großes Gebäude entsteht ab 2018 an der Seine

16.06.2017 – In Nanterre, etwa eine Autostunde von Paris entfernt, ist ein gewaltiger Bürokomplex in Massivholzbauweise geplant. Ab 2018 sollen die Bauarbeiten zum „Arborteum“ beginnen.

Reichlich Grün sowie Freiflächen zur Arbeitsnutzung – das sind essenzielle Bestandteile des "Arborteum"-Bürokomplexes, mit dessen Bau ab 2018 begonnen werden soll. © Roussel/Leclercq
Reichlich Grün sowie Freiflächen zur Arbeitsnutzung – das sind essenzielle Bestandteile des "Arborteum"-Bürokomplexes, mit dessen Bau ab 2018 begonnen werden soll. © Roussel/Leclercq

„Arbor“ steht im Lateinischen bekanntlich für Baum – der Name ist bei diesem Bau also Programm. Inmitten einer 9 ha großen Parkanlage am Ufer der Seine entwarfen die Architekten Laisné Roussel und François Leclercq den ökologischen Bau. Den Entwicklern von BNP Paribas Real Estate und Woodeum nach, handelt es dabei gar um den weltweit größten Gebäudekomplex in Massivholzbauweise.

Das Projekt stellt sich gesamtökologisch sehr positiv dar: Neben dem Einsatz von Holz als Baustoff werden eine bioklimatische Planung, die Wiederverwertung von Holzverschnitt und die Installation von Solar- und Geothermieanlagen in den Bau integriert. Die Betriebskosten würden sich so im Vergleich zu einem modernen Büroturm um die Hälfte reduzieren lassen, heißt es im Springer-Fachbuch „Kreislaufwirtschaft in Design und Produktmanagement“.

Urbanes Agrikulturkonzept integriert

In dem französischen Projekt ist zudem die Etablierung eines urbanen Agrikulturkonzepts geplant. In den angedachten Obst- sowie Gemüsegärten ließen sich jährlich etwa 25 t Früchte aus kontrolliert biologischem und pestizidfreiem Anbau ernten. Die Komposterde will man aus den biologischen Abfällen des Restaurants gewinnen sowie gesammeltes Regenwasser für die Bewässerung nutzen.

Ein modernes Arbeitsplatzkonzept mit Freiräumen und Flächen für Teamarbeit soll zusätzlich zum Wohlbefinden der Nutzer beitragen. So sind Besprechungsräume im Grünen, große Arbeitsflächen mit natürlichem Licht und 6 m hohen Decken, großflächige Terrassen auf jedem Stockwerk, Cafés und Bars entlang der Seine, modulare Flächen in ehemaligen Industriegebäuden, abgeschirmte Arbeitsplätze im Außenbereich und auf einer Insel sowie ein Freilicht-Amphitheater mit 600 Sitzplätzen geplant.

_kl / Quelle: Springer Professional