Freiburg könnte fixe Holzbauquote einführen

Die Stadt will deutschlandweit als Vorreiter den Weg des nachhaltigen Bauens beschreiten

12.10.2017 – Laut der Badischen Zeitung und dem Bundesverband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH) erarbeitet die deutsche Stadt Freiburg derzeit Pläne, landesweit als Vorreiter den Weg des nachhaltigen Bauens zu beschreiten.

Freiburg will grünste Stadt Deutschlands werden. © FWTM/Raach
Freiburg will grünste Stadt Deutschlands werden. © FWTM/Raach

Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik (Freiburgs designierte Erste Bürgermeisterin ab April 2018) plant das Vorhaben, zur Steigerung des Klimaschutzes in der Stadt eine verbindliche Holzbauquote einzuführen. Die Badische Zeitung schreibt: „Hintergrund des Vorstoßes ist eine Untersuchung, die erstmals den Beitrag des Stadtwaldes an der Klimaschutzpolitik von Freiburg quantifiziert hat […] Der Stadtwald bindet mit seinen rund 5000 Hektar Fläche pro Jahr 62.000 to CO2, bis zum Jahr 2050 kommen insgesamt rund 2 Mio. to CO2 zusammen.“

Enorme CO2-Einsparung im Vergleich zu mineralischen Baustoffen

Vergleicht man Holzbauten mit Gebäuden aus mineralischen Baustoffen, so lassen sich mit Holz bis zu 56% Treibhausgasemissionen einsparen. „Die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden sowie die Einbeziehung der 'grauen Energie' für die Herstellung und den Transport von Baumaterialien sollten daher ein Kernelement der künftigen Gebäudeeffizienzpolitik sein“, heißt es vonseiten des DeSH.

_mr / Quellen: Badische Zeitung, DeSH