Salzburger Holzschule zeigt sich authentisch

„Es war eine Grundvoraussetzung, dass wir in Holz bauen“

13.10.2017 – Der Neubau des Holztechnikums Kuchl (HTK), das HTL, Fachhochschule und Internat vereint, wurde am 6. Oktober im Zuge eines Tages der offenen Tür offiziell eröffnet. Herausragendes Merkmal dessen ist Brettsperrholz. Zum Einsatz kam heimisches Holz, das von heimischen Unternehmen verarbeitet wurde. Das Inventar fertigten die Schüler des HTK vorzugsweise in der schuleigenen Werkstatt. Als Architekt fungierte Tom Lechner.

Ein Blick in den Neubau: In Klassenzimmern wie diesem stimmt die Lernatmosphäre. © Abrecht Immanuel Schnabel
Ein Blick in den Neubau: In Klassenzimmern wie diesem stimmt die Lernatmosphäre. © Abrecht Immanuel Schnabel

Holz ist überlegen

„Holz ist anderen Materialien in energetischer und ökologischer Hinsicht überlegen“, begründete der Präsident des Schulvereins Wolfgang Hutter die Wahl des Baumaterials. „Wir sind eine Holzschule. Um authentisch zu sein, müssen wir einen Neubau aus diesem Rohstoff errichten. Es war für uns eine Grundvoraussetzung, dass wir in Holz bauen und mit Holz leben“, argumentierte Schulleiter Hans Blinzer weiter. „Technische Entwicklungen sowie computergestützte Fertigungsmethoden, ein hoher Vorfertigungsgrad und kurze Errichtungszeiten machen den Holzbau sehr attraktiv“, stimmt der Architekt Tom Lechner in diesen Tenor ein. Verbaut wurden unter anderem 658m3 Brettsperrholz, 86m3 Leimbinder und 3693m2 Eichenparkett.

Die erste Bauphase schloss man im September 2016 ab, die zweite – die Generalsanierung des Osttraktes – im Frühjahr 2017. © HTK
Die erste Bauphase schloss man im September 2016 ab, die zweite – die Generalsanierung des Osttraktes – im Frühjahr 2017. © HTK

Weitere Sanierungen in Holz geplant

Hell und freundlich, so sollten sich Lehrräumlichkeiten noch viel öfter zeigen. © HTK
Hell und freundlich, so sollten sich Lehrräumlichkeiten noch viel öfter zeigen. © HTK

Im Juli 2015 erfolgte der Baubeginn. Das Vorhaben konzentrierte sich vorerst auf den Nordtrakt des L-förmigen Gebäudes. So konnte der laufende Schulbetrieb weitergeführt werden. 2017 schloss man die zweite Bauphase ab. „Die gesamte Holzindustrie steht hinter dem Projekt“, freute sich Hutter.

Die Errichtungskosten des Schulneubaus betragen 9,8 Mio. €. Die Finanzierung teilten sich zu jeweils einem Drittel das Land Salzburg, das Bundesministerium für Bildung sowie der Fachverband der Holzindustrie Österreichs. In Hinblick auf künftige Umbaumaßnahmen verrät der HTK-Geschäftsführer Hans Rechner: „Die Außenanlagen gehören erneuert, ein Parkraumkonzept muss erstellt werden. In vier bis fünf Jahren wollen wir das Internat teils neu errichten und teils generalsanieren. Natürlich wird dann wieder in Holzbauweise gebaut.“

_bf, kl / Quelle: HTK