Recyclebare Holzhochhäuser

In Wolfsburg entsteht „Woodscraper“ – ein Wohnbauprojekt geplant nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip

Der Woodscraper wird Deutschlands erstes Cradle-to-Cradle-Hochhaus. © Partner und Partner
Der Woodscraper wird Deutschlands erstes Cradle-to-Cradle-Hochhaus. © Partner und Partner

18.01.2018 – Im deutschen Wolfsburg sollen zwei Exempel für umweltbewusstes Bauen statuiert werden. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt Woodscraper besteht aus zwei Holzhochhäusern, deren Errichtung auf dem Grund einer ehemaligen Kleingartensiedlung im Stadtteil Hellwinkel geplant ist. Beide Baukörper werden sich nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Partner und Partner über jeweils zwölf Stockwerke erstrecken und 90 Wohneinheiten integrieren. Die Ausformung der Wände und Decken ist in Brettsperrholzbauweise vorgesehen. Der Gebäudekern inklusive Stiegenhaus soll betoniert werden.

Den Ansprüchen des sehr speziellen Förderpartners folgend räumen die Architekten bei ihrer Planung dem Ökofaktor des Projekts besonderen Stellenwert ein. So versucht man, die Haustechnik so einfach wie möglich zu gestalten – im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude sollen 28% weniger Elektrotechnik verbaut werden. Durch intelligente Planung sowie eine ausgefeilte Baukonstruktion und Heiztechnik will man zudem 25% des Energieaufwands einsparen.

© Partner und Partner
© Partner und Partner
© Partner und Partner
© Partner und Partner

Die größte Neuheit am Woodscraper-Konzept sei aber die Wiederverwendbarkeit der Baustoffe. Die Holzhochhäuser seien die ersten Gebäude ihrer Art, die nach den „Cradle to Cradle“-Prinzipien entwickelt werden, heißt es auf baunetz.de. Man will die zum Einsatz kommenden Rohstoffe so verwenden, dass sie nach der Nutzungsdauer der Gebäude wieder demontiert werden können.

_mr / Quellen: baunetz.de, woodscraper.de