Blockbau extrem

Für einen finnischen Schulbau loten Architekten die Grenzen der urtypischsten Holzbauweise aus

26.02.2018 – Laut den Entwurfsverantwortlichen von AOR Architects handle es sich beim Objekt „Monio High School and Community Centre“ im finnischen Tuusula um das weltgrößte, in massiver Blockbauweise geplante Gebäude seiner Art. Fünf nahezu statisch eigenständige Gebäudeteile werden hier demnächst auf einer Fläche von 11.000 m2 entstehen und im fertigen Zustand eine geschlossene Dächerlandschaft formen, die drei bis vier Stockwerke aus massiven Holzblockbauteilen unter sich einschließt.

Holz über Holz im finnischen Tuusula: Ein Holzblockbau in dieser Dimension ist selten, vielleicht sogar einzigartig. © AOR Architects
Holz über Holz im finnischen Tuusula: Ein Holzblockbau in dieser Dimension ist selten, vielleicht sogar einzigartig. © AOR Architects

Genutzt werden die Flächen des riesigen Komplexes vorrangig für ein Gymnasium. Aber auch ein Musikinstitut, eine Volkshochschule sowie das Gemeindezentrum für die 38.000-Seelen-Kommune sollen hier eine neue Heimat finden.

© AOR Architects
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Die Entscheidung zugunsten der Blockbauweise argumentieren die Architekten folgendermaßen: „Die massive Holzblockkonstruktion steht aus unserer Sicht für eine sehr zuverlässige und dauerhafte Bauweise, womit gesunde Schulgebäude geschaffen werden können. Durch den Einsatz von Massivholz werden nicht nur beim Bau, sondern auch über den lebenslangen Betrieb des Gebäudes enorme Mengen an CO2-Emissionen eingespart. Zudem ist Holz ein organisches Baumaterial, das atmet und dadurch die Qualität der Innenraumluft sowie die akustischen Eigenschaften des Gebäudes verbessert.“

© AOR Architects
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_mr / Quelle: AOR Architects