Next generation Brettsperrholz

Im Hybrid-BSP greift die Buche der Fichte unter die Arme

05.04.2018 – Durch die klimatischen Veränderungen und den Waldumbau steht im europäischen Raum vermehrt Laubholz zur Verfügung, das in Form von Bauholz bisher nur unwesentlich nachgefragt wird. Kombinierte Laub-Nadelholzprodukte könnten vielversprechende Alternativen zu den herkömmlichen Produkten darstellen. In Stuttgart arbeitet man an sogenanntem Hybrid-BSP, das sich die Eigenschaften von Nadel- und Laubholz gleichermaßen zunutze macht.

Normalerweise bricht die Querlage zuerst – nicht bei Hybrid-Brettsperrholz: Im Rollschubversuch zeigt die mittlere Querlage aus Buchenholz quer zur Faserrichtung eine höhere Schubtragfähigkeit als die parallel zur Faserrichtung angeordneten Längslagen aus Fichtenholz. © MPA Universität Stuttgart
Normalerweise bricht die Querlage zuerst – nicht bei Hybrid-Brettsperrholz: Im Rollschubversuch zeigt die mittlere Querlage aus Buchenholz quer zur Faserrichtung eine höhere Schubtragfähigkeit als die parallel zur Faserrichtung angeordneten Längslagen aus Fichtenholz. © MPA Universität Stuttgart

Bis zu sieben Mal fester

An der Universität Stuttgart ist man überzeugt, dass sich Buchenholz als Querlage von Brettsperrholz hervorragend eignet, weil es im Vergleich zu Nadelholz eine wesentlich höhere Rollschubsteifigkeit und –festigkeit aufweist. In Materialversuchen wurden sogar drei- bis siebenfach höhere Werte nachgewiesen. Zudem zeigen hybride Brettsperrholzplatten aus Fichte und Buche bei Scheibenbeanspruchung eine deutlich höhere Tragfähigkeiten als reine Nadelholzplatten.

„Im Brettsperrholz-Standard-Leistungsspektrum bis hin zum Top-Leistungssegment tun sich damit große neue Absatzmärkte für Buchenholz minderer bis guter Qualitäten auf“, gibt sich Dr. Simon Aicher von der MPA Stuttgart optimistisch.

_mr / Quelle: FNR