Neue Stiftungsprofessur „Biobasiertes Konstruieren“ an der BOKU

Der Lehrstuhl nimmt sich die Natur zum Vorbild

Die Schwerpunkte an der Universität für Bodenkultur Wien sind geprägt vom Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde. © Boku
Die Schwerpunkte an der Universität für Bodenkultur Wien sind geprägt vom Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde. © Boku

31.03.2017 – Für vier Jahre wird die neue Stiftungsprofessur „Biobasiertes Konstruieren“ an der Wiener Universität für Bodenkultur eingerichtet. Ein deutscher Schraubenhersteller finanziert das Projekt.

Der Inhaber der deutschen Unternehmensgruppe fischer, Prof. Klaus Fischer; © fischer
Der Inhaber der deutschen Unternehmensgruppe fischer, Prof. Klaus Fischer; © fischer

Erforscht werden Tragsysteme und Bauwerke auf Basis von Formen in der Natur. „Eine wesentliche Voraussetzung menschlichen Lebens ist ein nachhaltiger Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen“, erklärt Prof. Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe fischer. „Wir wissen aber immer noch zu wenig über die technischen Möglichkeiten, die sich aus der ökologischen und ökonomischen Nutzung vieler Werkstoffe realisieren lassen.“ Um in diesem Bereich die Forschung auszubauen, stiftet Fischer eine neue Professur am Institut für konstruktiven Ingenieurbau der Universität für Bodenkultur Wien. Ziel ist die Etablierung eines neuen Studien- und Forschungsfachs im Bereich des biobasierten Konstruierens. Die interdisziplinäre Professur soll die Bereiche des konstruktiven Entwerfens, der kreativen Gestaltung von Bauwerken und ressourcenschonendes Bauen abdecken.

Natürliche Baustoffe im Fokus

Die ausgeschriebene Professur ist weltweit einzigartig: Der besondere Fokus liegt auf Design, Entwurf und Konstruktion von Tragsystemen und Bauwerken auf Basis von Formen aus der Natur. Dabei sollen innovative, natürliche Baustoffe unter besonderer Berücksichtigung der Ressourcen- und Energieeffizienz verwendet werden. Die Universität für Bodenkultur versteht sich mit ihren 12.000 Studierenden im Sinne einer „Universität des Lebens“ als Lehr- und Forschungsstätte für erneuerbare Ressourcen. Sie will durch die Vielfalt ihrer Fachgebiete zur Sicherung der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen entscheidend beitragen. Ihre Verbindung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften mehrt das Wissen um die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in einer harmonischen Kulturlandschaft.

_mr / Quelle: fischer