Eine runde Sache

Oberösterreichischer Werkzeugbauer setzt auf einen Holzzubau mit Brandschutztechnik von Fermacell

22.06.2017 – Der Firmensitz des oberösterreichischen Werkzeugbauers Haidlmair konnte um einen dreigeschossigen Neubau vergrößert werden. Aus brandschutztechnischen Gründen kamen auch Produkte des Trockenbauspezialisten Fermacell zum Einsatz.

Der Anbau der Firma Haidlmair in Oberösterreich ist ein vollwertiger Holzbau – brandgeschützt durch Fermacell Powerpanel HD. © Fermacell
Der Anbau der Firma Haidlmair in Oberösterreich ist ein vollwertiger Holzbau – brandgeschützt durch Fermacell Powerpanel HD. © Fermacell

Inmitten der kleinen Wohlfühlgemeinde Nußbach im Kremstal wurde vergangenes Jahr das Büro der Firma Haidlmair um einen dreigeschossigen Zubau erweitert. Das Unternehmen ist Technologieführer für Hochleistungs-Spritzgießwerkzeuge. Es bietet seinen Kunden u.a. hochwertige Werkzeuge für Logistiksysteme, Getränkekisten und Container. 

Der in Holzriegelbauweise errichtete Neubau, der direkt an das bestehende Firmengebäude anschließt und mit diesem auch auf jeder Etage verbunden ist, bietet auf etwa 600 m2 Platz für die Betriebsleitung, das IT- und Qualitätsmanagement. Darüber hinaus beherbergt er Räumlichkeiten für die Bereiche Vertrieb/Projektmanagement und die Konstruktion. Für eine Licht durchflutete Arbeitsatmosphäre sorgen zahlreiche Glaselemente – sowohl in Form von Fenstern als auch in Form von Trennwänden. In einigen Büroräumen schafft die zum Teil sichtbar gebliebene Holztramdecke noch mehr Behaglichkeit. Insgesamt wurden mit dem Zubau, der mit seinen auffällig „runden Ecken“ an die Form einer Bierkiste erinnern soll, etwa 40 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

© Fermacell
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Nachhaltige Planung 

Als Generalunternehmer fungierte das oberösterreichische Holzbauunternehmen Aigner, das gemeinsam mit dem, ebenfalls dort ansässigen, Planungsbüro Heinzelmann den optimalen Ablauf des Projekts gewährleisten konnte. Dem Bauherrn war es besonders wichtig, dass die Wertschöpfung in der Region bleiben sollte. Daher wurde ausschließlich mit Professionisten gearbeitet, die im Umkreis von maximal 40 km zu erreichen waren. Außerdem sollte die Bauzeit möglichst kurz gehalten werden – was letztlich auch gelang: Zwischen Planung und Fertigstellung des Objekts vergingen lediglich sechs Monate. Besonders der Rohbau konnte aufgrund der effizienten Holzriegelbauweise in einer Rekordzeit von knapp zwei Wochen über die Bühne gebracht werden.

Innovative Lösungen 

Zu den größten Herausforderungen des Projekts zählten statische und brandschutztechnische Aspekte. „Die Anbindung an das alte Bürogebäude sicherzustellen, war alles andere als einfach. Schließlich mussten sich u.a. die neuen Fußbodenaufbauten bestehend aus teilweise sichtbaren Deckenträgern mit darauf montierter Brandschutzschalung millimetergenau am Altbestand orientieren“, erklärt Projektleiter Joachim Aigner vom Holzbaubetrieb. „Zusätzlich mussten wir das statische Konzept des Neubaus – auf Wunsch des Bauherrn – so skizzieren, dass es künftig um mindestens ein Geschoss aufstockbar ist.“ 

Eine etwa 20 x 11 m große Außenwand des neuen Bürogebäudes, die nur 70 cm Luftraum zur anschließenden Produktionshalle bietet und als nicht-brennbare Wand konzipiert war, stellte die handelnden Personen anfangs vor eine besondere Herausforderung. Die Lösung, um den erforderlichen Brandschutzwert von REI 90 zu erreichen, war ein rasch umgesetztes, wirtschaftliches und innovatives Brandschutzkonzept, das unter anderem Fermacell Powerpanel HD Platten beinhaltet. Durch die rein mineralische Zusammensetzung enthalten Fermacell Powerpanel HD Platten keine brennbaren Bestandteile. Sie besitzen den Nachweis der Brandverhaltensklasse A1 gemäß EN 13501-1. Dank einer geeigneten Dämmung erfüllt die Wandkonstruktion mit zweifach Fermacell Gipsfaserplatten (15 mm) auf der Innenseite und den Powerpanel HD Platten außen die an eine Gebäudeabschlusswand in Holzrahmenbau gestellten Kriterien. Hier wurde die Feuerwiderstandsklasse REI 90 erreicht. Insgesamt kamen etwa 1500 m2 Fermacell Powerpanel HD Platten und etwa 1000 m2 Fermacell Gipsfaserplatten – auch in Form von Trennwänden – zum Einsatz.

„Wir sind mit den Systemlösungen von Fermacell sehr zufrieden. Da wir so gute Erfahrungen gemacht haben, werden wir sie sicherlich auch in weiteren geplanten Projekten einsetzen“, so Aigner abschließend.

_mr / Quelle: Fermacell