Auftragsakquise im Handwerk: Internet spielt geringe Rolle

Traditionelle Kanäle, wie Printwerbung und Mund-zu-Mund-Propaganda, füllen die Bücher

05.03.2017 – Die Auftragslage im Bauhandwerk boomt. Doch woher kommen die Aufträge der Betriebe im privaten Wohnungsbau? BauInfoConsult hat die Akteure aus dem deutschen Kleinhandwerk dazu befragt und kam zu dem Ergebnis: Wenn es um die eigene Auftragsakquise geht, spielen traditionelle Kanäle eine bedeutsame Rolle.

© BauInfoConsult
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Printmedien nach wie vor Spitzenreiter

Im Rahmen der Marktstudie „Monitor kleinstbetriebliche Generalisten und Fachhandwerker 2016“ wurden 571 deutsche Handwerksbetriebe mit weniger als 5 Mitarbeitern zu ihrer Auftragsakquise bei privaten Auftraggebern befragt. Der klassische Weg über Kleinanzeigen in Printmedien wurde von 61% der Handwerker am häufigsten genannt. Erwartungsgemäß spielt aber auch die mündliche Empfehlung entweder von Menschen aus dem privaten Umfeld (45%) oder durch Kollegen (31%) eine entscheidende Rolle. Zudem scheinen die untersuchten Betriebe zu einem erheblichen Anteil von Bestandskunden zu leben (42%).

Internet hat kaum Bedeutung

Bannerwerbung auf regionalen Internetportalen generieren nur 4% aller Aufträge von Kleinhandwerkern. Auch die eigene Webseite (3%) sowie Mund-zu-Mund-Propaganda in Social-Media-Kanälen (1%) würden sich kaum merklich auf die Auftragsbestände auswirken, so die Aussage der befragten Unternehmer.

_mr / Quelle: BauInfoConsult