Sorgenkind der Weltwirtschaft: die Baubranche

Schlusslicht in puncto Arbeitsproduktivität, Digitalisierung und Innovation

29.08.2017 – In einem aktuellen Bericht des Wirtschaftsmagazins Economist heißt es, dass aufgrund der schlechten Performance der internationalen Baubranche der Weltwirtschaft rund 1,33 Billionen Euro pro Jahr verloren gehen. Während die Arbeitsproduktivität in der Weltwirtschaft in den letzten zwei Jahrzehnten um durchschnittlich 2,8% pro Jahr wuchs, liegt das Äquivalent in der Baubranche jedoch nur bei einem Prozent. Ein Aufholen könnte die Weltwirtschaft um rund 2% steigern.

© pixabay / CC
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Initiative will der Baubranche auf die Sprünge helfen

Die träge Entwicklung dieses Wirtschaftssektors in Hinblick auf Innovation und Digitalisierung – europaweit letztplatziert – war Anlass zur Gründung der österreichweiten Start-Up-Initiative Digital Building Solutions (DBS). Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, neue digitale Lösungen für die Planung, den Bau, den Betrieb als auch die Finanzierung von Gebäuden zu finden und diese in einen gemeinsamen Kontext zu bringen.

Univ.-Prof. Christoph Achammer
Univ.-Prof. Christoph Achammer

„Wir halten es für richtig, die Bauindustrie, deren grundsätzliches Modell sich seit 150 Jahren nicht wesentlich geändert hat, in jeder einzelnen Phase infrage zu stellen und ihr mit neuen Methoden zu gesteigerter Produktivität und höherer Qualität zu verhelfen“, betont Univ.-Prof. Christoph Achammer, Vorsitzender von ATP architekten ingenieure und Mitinitiator von DBS.

Am 12. September werden in der Wiener Gösserhalle im Rahmen der DBS-Initiative 15 Ideengeber aus unterschiedlichen Bereichen digitale und disruptive Lösungen präsentieren, die die Baubranche nachhaltig verändern könnten. Gezeigt werden komplett neue Ideen, aber auch transformierbare Software- und oder Hardwareprodukte sowie Services aus anderen Industrien.

_mr / Quelle: DBS