Der Wohnraum von morgen entsteht über der Stadt

Architekturwettbewerb "City above the city" zeichnet neun außergewöhnliche architektonische Konzepte für nachhaltige Aufstockungen aus

08.11.2016 – Im Rahmen von "City above the city" – der von Metsä Wood ins Leben gerufene Architekturwettbewerb, bei dem Planer aus aller Welt ihre besten Ideen für Aufstockungen aus Holz sammelten – wurden nun fünf Preisträger ausgezeichnet.

Die Preisträger des "City above the city"-Architekturwettbewerbs könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber alle vereint ein sehr hoher Innovationsgeist. © Metsä Wood
Die Preisträger des "City above the city"-Architekturwettbewerbs könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber alle vereint ein sehr hoher Innovationsgeist. © Metsä Wood

Metsä Wood hat den Wettbewerb "City above the city" im Juli vor dem Hintergrund gestartet, dass sich die Menschheit den Herausforderungen der zunehmenden Urbanisierung stellen sollte. Im Jahre 2050 werden nämlich zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten wohnhaft sein. Dafür müssen schon jetzt Lösungen entworfen werden, um die vorhandene Bausubstanz in dicht besiedelten Gebieten nicht nur effizient sondern auch ökologisch sinnvoll erweitern zu können.

Hochkarätige Jury bewertet Entwürfe aus aller Welt

Studenten, Planer und Architekten aus 40 Ländern stellten sich dieser besonderen Aufgabe mit überwiegend bemerkenswerten Entwürfen. Neun davon wurden von einer dreiköpfigen Jury, bestehend aus dem US-amerikanischem Architekten Michael Green, dem britischen Universitätsprofessor Mike Kane sowie dem Münchner TU-Professor Stefan Winter, in zwei Kategorien (großvolumige und kleinvolumige Objekte) ausgezeichnet.

Projekt Tammelan kruunu in Tampere, Finnland, von der Deutschen, Lisa Voigtländer, und dem Südkoreaner SungBok Song (1. Platz). © Metsä Wood
Projekt Tammelan kruunu in Tampere, Finnland, von der Deutschen, Lisa Voigtländer, und dem Südkoreaner SungBok Song (1. Platz). © Metsä Wood
Projekt Lightweigt Living in Perth, Australien, von BASIC Architects (2. Platz). © Metsä Wood
Projekt Lightweigt Living in Perth, Australien, von BASIC Architects (2. Platz). © Metsä Wood

Eine Deutsche und ein Südkoreaner auf Platz Eins

Unter den Großprojekten ging der erste Platz an das Team bestehend aus der Deutschen, Lisa Voigtländer, und dem Südkoreaner SungBok Song für ihren Entwurf Tammelan kruunu in Tampere, Finnland. Den zweiten Platz teilten sich die Australier von BASIC Architects (Projekt Lightweigt Living in Perth, Australien), die Finnen von L Architects (Projekt Plug-In in Helsinki, Finnland), ein italienisches Team bestehend aus Giuseppe De Marinis Gallo und Gianluca Gnisci (Projekt Aboveall in New York, USA) und die aus Hong Kong stammenden Architekten von Kim Min Jae Architects (Projekt The Green Intervention in Hong Kong, China).

Projekt Dear Landlord in New York, USA, des US-Amerikaners Nile Greenberg (1. Platz); © Metsä Wood
Projekt Dear Landlord in New York, USA, des US-Amerikaners Nile Greenberg (1. Platz); © Metsä Wood
Projekt Vertical Lilong in Shanghai, China, der Spanier vom Büro Alma Studio (1. Platz); © Metsä Wood
Projekt Vertical Lilong in Shanghai, China, der Spanier vom Büro Alma Studio (1. Platz); © Metsä Wood

Weitere Auszeichnungen für kleinere Objekte

In der Kategorie der kleinvolumigen Bauten wurde der erste Platz an zwei gleich gute Wettbewerbsbeiträge vergeben: jenem des US-Amerikaners Nile Greenberg für seinen Entwurf Dear Landlord in New York, USA, sowie jenem der Spanier vom Büro Alma Studio für das Projekt Vertical Lilong in Shanghai, China. Den zweiten Platz teilen sich die türkischen Planer von Superspace (Projekt Colliding Lines and Lives in Istanbul, Türkei) und die deutschen Teilnehmer von Sigurd Larsen Design & Architecture (Projekt Dachkiez in Berlin, Deutschland).

Projekt Plug-In in Helsinki, Finnland, von L Architects; © Metsä Wood
Projekt Plug-In in Helsinki, Finnland, von L Architects; © Metsä Wood
Projekt Colliding Lines and Lives in Istanbul, Türkei, von Superspace; © Metsä Wood
Projekt Colliding Lines and Lives in Istanbul, Türkei, von Superspace; © Metsä Wood
Projekt Aboveall in New York, USA, der Italiener Giuseppe De Marinis Gallo und Gianluca Gnisci (2. Platz); © Metsä Wood
Projekt Aboveall in New York, USA, der Italiener Giuseppe De Marinis Gallo und Gianluca Gnisci (2. Platz); © Metsä Wood

"Bauen muss nachhaltig werden!"

Metsä Wood verteilte auf alle ausgezeichneten Beiträge ein Preisgeld von 35.000€. Architekt Michael Green untermalte im Zuge der Preisverleihung den hohen Stellenwert derartiger Wettbewerbe: "Alle prämierten Einreichungen zeichnen sich durch hohen Innovationsgeist aus und schaffen sowohl für die jeweiligen Bestandsgebäude als auch für die ansässigen Lebensgemeinschaften Mehrwerte. Bauen muss nachhaltig werden während unsere Städte lebenswert bleiben sollen! Ich freue mich sehr darüber, dass so viele Architekten diese Ansicht teilen – vor allem jene der jüngeren Generationen."

_mr / Quelle: Metsä Wood