Kaufmann baut Hamburgs größtes Holzhaus

Im Stadtteil Wilhelmsburg entstehen 371 Studenten-Apartements in Modulbauweise

16.12.2016 – Noch erscheint die Baustelle als recht unscheinbar, doch schon bald sollen im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg hunderte Studenten ein neues zu Hause finden. Mit einer Fertigstellung des sechsgeschossigen Wohnheims in Holzmodulbauweise rechnen die Verantwortlichen im Herbst 2017. Die Mietpreise werden unter 500 € betragen.

371 Holzmodule aus Österreich werden in Hamburg zusammengefügt. Das Studentenwohnheim soll Ende 2017 bezogen werden. © on3studio
371 Holzmodule aus Österreich werden in Hamburg zusammengefügt. Das Studentenwohnheim soll Ende 2017 bezogen werden. © on3studio

Jedes der knapp 20 m2 großen Holzmodule kommt inklusive Innenausbau samt Elektro- bzw. Sanitärleitungen, Spiegel, Einbauschrank, Schreibtisch, Bett und einer kleinen Vorratskammer fertig auf die Baustelle. Möbel und Wände sind aus hellem Vollholz gefertigt. Das Know-How dazu haben sich die beiden Investoren Torsten Rieckmann, Geschäftsführer bei Senectus, und Achim Nagel, Geschäftsführer bei Primus Developments, aus Österreich geholt. Und hier kommt das Vorarlberger Holzbauunternehmen Kaufmann Bausysteme aus Reuthe ins Spiel, die in Deutschland ihre Module bereits mehrfach im Einsatz haben. In München wurde beispielsweise ein ganzes Hotel mit Kaufmann Holzmodulen errichtet.

"Nur das Erdgeschoss, das Stiegenhaus und die späteren Fahrstuhlschächte des Studentenwohnheims werden aus Stahlbeton gefertigt. Alles andere ist Holz", informiert Geschäftsführer Christian Kaufmann. Per LKW werden die Module auf die Baustelle transportiert und dann vor Ort schnell, sauber und leise montiert. 

© on3studio
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37 Mio. € in die Zukunft des Bauens investiert

Das Projekt wird liebevoll "Woodie" genannt. "Wir zeigen damit die Zukunft des Bauens", sagt Bauherr Achim Nagel gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Rund 37 Mio. € investieren Nagel und Rieckmann, die das Haus im eigenen Bestand halten wollen. Der Entwurf für das hölzerne Studentenwohnheim stammt vom Berliner Architekturbüro und Holzbaupreis-Gewinner Sauerbruch Hutton

_bg / Quelle: Hamburger Abendblatt