Baut Neuseeland millionenschweres Holzstadion?

Sportarena in Christchurch könnte für 292 Mio. € neue Heimstätte des ansässigen Rugby-Teams werden

18.08.2017 – Der neuseeländische Politiker Winston Peters (Partei New Zealand first) fordert jetzt laut der Nachrichtenplattform Stuff NZ die Regierung auf, das geplante Rugby-Stadion der Crusaders im Herzen der Stadt Christchurch aus heimischem Holz zu bauen. 

Symbolbild; © pixabay / CC
Symbolbild; © pixabay / CC

Eigentlich hätte das Leuchtturmprojekt im Wert von 292 Mio. € bereits in diesem Jahr finanziell über die Bühne gebracht werden sollen – 157 Mio. € davon wollte der Stadtrat von Christchurch übernehmen. Dieser plant die Ausgaben jetzt jedoch erst für die Finanzjahre 2022 und 2023.

Peters, der künftig mehr Projekte aus Holz sehen will, kritisiert die Stadtverantwortlichen als zu motivations- und innovationslos. „Ein Großteil des Christchurch-Wiederaufbaus sollte in Holzbauweise geschehen, da Holz eine höhere Erdbebensicherheit aufweist als alle anderen Materialien. Wir sollten unsere großen Ressourcen lieber beim Bau einheimischer Projekte verwenden, anstatt sie in andere Länder zu exportieren“, appelliert der Politiker.

Christchurch an der Ostküste der Südinsel von Neuseeland wurde schon mehrmals von schweren Erdbeben heimgesucht, das letzte im November 2016. Beim Beben 2011 wurde die Stadt schwer erschüttert. 185 Menschen starben, viele Gebäude stürzten ein, Straßen und Brücken barsten. Auch Jahre danach ist die Innenstadt immer noch eine große Baustelle. Besonders der feuchte Untergrund verzögert den Wiederaufbau.

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