Holz verbindet

Was der Schweizer Holzbau richtig gut macht erfuhr man kürzlich bei der Theurl Holzindustrie

10.03.2017 – Die Bauwirtschaft boomt. Das kommt auch dem Holzbau und in weiterer Folge der österreichischen Holzindustrie zugute. Beim Schnitt- und Leimholzproduzenten Theurl in Osttirol feiert man das mit einer alljährlichen Fachveranstaltung: Holz verbindet … Handwerk und Industrie.

Die Abbundhalle der Theurl Holzindustrie dient für die jährliche Schwerpunktveranstaltung „Holz verbindet“. Über 130 geladene Gäste lauschten heuer Vorträgen mit Bezug zum Holzbau-Vorzeigeland Schweiz. © Michael Reitberger
Die Abbundhalle der Theurl Holzindustrie dient für die jährliche Schwerpunktveranstaltung „Holz verbindet“. Über 130 geladene Gäste lauschten heuer Vorträgen mit Bezug zum Holzbau-Vorzeigeland Schweiz. © Michael Reitberger


Laut den bisher bekannten Daten hat die österreichische Holzindustrie wieder etwas an Rückenwind gewonnen. Obwohl die Gesamteinschnittsmenge der hiesigen Sägewerke 2016 nahezu stabil zum Vorjahr blieb, gab es deutliche Zugewinne im klassischen Holzbauproduktsegment Brettschicht- und Brettsperrholz.

Sägeindustrie profitiert vom Ökobautrend

Von Januar bis November konnten die Hersteller merklich vom Trend zur ökologischen Bauweise profitieren: BSH- und BSP-Exporte stiegen in diesem Zeitraum um 10% auf 1,1 Mio. m3. Vonseiten der BSP-Produzenten kam es teilweise zu Lieferzeiten von über zehn Wochen. Die starke Performance resultierte aber – die Exportzahlen geben bereits Hinweis darauf – nicht aus Zuwächsen im Inland. Vor allem die Schweiz und Deutschland wurden als Zugpferde der österreichischen Leimholzindustrie ins Gespann genommen.

Die Schweiz als österreichischer Stammkunde

Diese Entwicklung lässt sich wahrscheinlich auch an der entsprechenden Bilanz des Osttiroler Schnittholzverarbeiters Theurl ablesen. Jedenfalls hat man dort heuer für das Themenfeld der alljährlichen Haus-und-Hof-Veranstaltung „Holz verbindet“ die Schweiz, einen Vorzeigeabnehmer österreichischer Leimholzerzeugnisse, fokussiert. Im Nachbarland macht man nämlich vieles richtig, wenn es um das Bauen mit Holz geht. Das fängt bei sehr logischen und vereinheitlichten Brandschutzvorschriften an, geht über ein starkes und öffentlich gelebtes Zusammengehörigkeitsgefühl unter den einzelnen Betrieben innerhalb der eher kleinen Handwerksbranche und endet bei der generellen Tendenz, das Verständnis für Holzbau nicht nur als „Häuser aus Holz“, sondern auch als Paradedisziplin energieeffizienten Bauens zu positionieren.

130 Fachleute aus der Holzbranche kamen am 16. und 17. Februar zur Veranstaltung nach Thal-Wilfern, die von Theurl gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Tirol, der Universität Innsbruck und weiteren Partnern ermöglicht wurde. Sie lauschten den Ausführungen sechs hochkarätiger Referenten sowie weiterer Diskussionsteilnehmer.

Von den diskutierten Inhalten berichten wir in weiterer Folge in gesonderten Artikeln.

_mr