Wenn Stararchitekten in Holz bauen, hat das Auswirkungen

Blumer-Lehmann-Geschäftsführer Richard Jussel darüber, wie Holzbauten die Herzen der Architekten höher schlagen lassen

10.03.2017 – Richard Jussel ist Geschäftsführer eines der größten Schweizer Holzbauunternehmen, der Blumer-Lehmann AG in Gossau. Bekanntheit hat sein Betrieb vor allem durch den Bau hochkomplexer Freiformen, wie jener des Haesley Nine Bridges-Golfclub-Hauses in Südkorea oder des Theater- und Konzerthauses in Kristiansand, erlangt.

Richard Jussel, Geschäftsführer eines der größten Schweizer Holzbauunternehmens, weiß, was Stararchitekten wollen. © Michael Reitberger
Richard Jussel, Geschäftsführer eines der größten Schweizer Holzbauunternehmens, weiß, was Stararchitekten wollen. © Michael Reitberger


4500 Einzelteile Losgröße 1

Kreative Sonderlösungen, wie die stahlfreie Holzkonstruktion des siebengeschossigen Tamedia-Bürogebäudes, gehören ebenfalls zu den Spezialitäten des Unternehmens. Dabei arbeiten die Blumer-Lehmann-Ingenieure Hand in Hand mit den Architekten zusammen, von denen manche von Weltruf sind. Norman Foster und Shigeru Ban gehören zu den engeren Vertrauten des Schweizer Handwerksbetriebs. Letzterer hat die neue Swatch-Zentrale geplant, die derzeit in Biel errichtet wird. Deren Holzkonstruktion besteht aus 4500 Einzelteilen der Losgröße eins.

„Stararchitekten, wie Ban und Foster, sind begeistert vom Bauen mit Holz. Das wird Auswirkungen auf die gesamte Branche haben. Um diese Effekte zu nutzen, darf man nicht darauf vergessen, dass komplexe Bauten nur im Rahmen eines flexiblen Netzwerks aus Professionisten optimiert erstellt werden können. Dafür müssen unsere Mitarbeiter bestens ausgebildet sein und als Unternehmer müssen wir sie und ihre Leistungen in den Mittelpunkt stellen“, so Jussel.

_mr von der Fachveranstaltung „Holz verbindet“