„Kaum überbietbarer handwerklicher Reifegrad“

Vorarlberg zeichnet zum 12. Mal die besten Holzbauten aus dem Ländle aus

05.07.2017 – Zum 20. Bestandsjubiläum des Vereins vorarberger holzbau_kunst wurde am 30. Juni in Wolfurt der 12. Vorarlberger Holzbaupreis verliehen. Eine Auszeichnung, die Architektur und Handwerk gleichermaßen ehrt – auch, oder gerade deshalb, weil in Vorarlberg beide Professionen sehr eng miteinander verflochten sind.

Der Vorarlberger Holzbaupreis war 1997 der erste Holzbau-Architekturpreis Österreichs und gilt heute noch – ebenso im internationalen Vergleich – als Messlatte. 134 Einreichungen, die auf der Verleihungsfeier 500 Gästen präsentiert wurden, ergaben auch heuer wieder einen spannenden Wettbewerb. Bewertet wurden die Gebäude von einer Jury bestehend aus den Architekten Marlene Gujan, Ronald Gnaiger und Tom Lechner. Ihr Resümee: „Die aktuellen Einreichungen […] bezeugen eine enorme wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit, eine bis ans Kunsthandwerk reichende Verfeinerung und höchste Gestaltungskreativität. Und sie zeugen von einem handwerklichen Reifegrad, der kaum noch überbietbar ist […] Auch die Symbiose, die Handwerk und Architektur eingegangen sind, ist schwer zu toppen."

Die Preisträger

Insgesamt wurden neun Gebäude in sieben Kategorien ausgezeichnet:

© Adolf Bereuter
© Adolf Bereuter
Preis Einfamilienhaus: Wohnhaus W, Bezau

Bauherrschaft: Dr. Alois und Andrea Wüstner
Planung: cukrowicz nachbaur architekten und Jürgen Haller
Ausführung: Kaspar Greber Holz- und Wohnbau

© Hanno Mackowitz
© Hanno Mackowitz
Preis Einfamilienhaus: Haus Birne, Nüziders

Bauherrschaft: Michael Greifeneder
Planung: Martin Mackowitz und Helmut Taudes
Ausführung: Sutter Holzbau

© Darko Todorovic
© Darko Todorovic
Preis Mehrfamilienhaus: Reihenhaus LG, Lustenau

Bauherrschaft: Lingg-Grabher
Planung: Architekturwerkstatt Dworzak-Grabher
Tragwerksplanung: gbd holding ZT
Ausführung: Gebrüder Keckeis und Mangold Bau

© Messe Dornbirn
© Messe Dornbirn
Preis Öffentlicher Bau: Messehallen 09-12, Dornbirn

Bauherrschaft: Messe Dornbirn
Planung: Marte.Marte Architekten ZT
Tragwerksplanung: gbd holding ZT
Ausführung: Kaufmann Bausysteme, Kaufmann Zimmerei und TischlereiKaspar Greber Holz- und WohnbauSutter Holzbau, Tomaselli Gabriel Bau, Wilhelm+Mayer Bau und Oberhauser & Schedler Bau

© Nussbaumer Photography
© Nussbaumer Photography
Preis Sanierung: Oeconomie-Gebäude Josef Weiss, Dornbirn

Bauherrschaft: Philipp Nußbaumer und Julia Kick
Planung: Julia Kick ZT
Ausführung: Mayer Holzbau

© Adolf Bereuter
© Adolf Bereuter
Preis Ökologie und Nachhaltigkeit: Wohnhaus F, Dornbirn

Bauherrschaft: Ursula und Hubert Feldkircher
Planung: cukrowicz nachbaur architekten und Jürgen Haller
Ausführung: Kaspar Greber Holz- und Wohnbau

© Olaf Mahlstedt
© Olaf Mahlstedt
Preis Außer Landes: Wohnheim für Flüchtlinge, Hannover

Bauherrschaft: Stadt Hannover
Planung: MOSAIK Architekten
Tragwerksplanung: merz kley partner ZT
Ausführung: Kaufmann Bausysteme

© Walter Mair
© Walter Mair
Preis Außer Landes: Haus A, Eschlikon

Bauherrschaft: Antonia Müller
Planung: Stich & Oswald
Tragwerksplanung: merz kley partner ZT
Ausführung: Kaufmann Zimmerei und Tischlerei und Ueli Frischknecht

© Gustav Willeit
© Gustav Willeit
Preis Sonstiges / Ferienhaus: Haus am Stürcherwald, Laterns

Bauherrschaft: Barbara und Lorenz Schmidt
Planung: Bernardo Bader ZT
Tragwerksplanung: merz kley partner ZT
Ausführung: Dobler Holzbau

_mr / Quelle: vorarlberger holzbau_kunst