Comeback des Holznagels

Innovation aus Oberösterreich setzt auf altbekanntes Konstruktionsprinzip

10.07.2017 – Einem oberösterreichischen Befestigungsmittelhersteller gelang es nach langer Forschungsarbeit, ein System zu entwickeln, welches den Einsatz von Holzdübeln in Kombination mit einem Druckluftnagler erlaubt.

Beim Einschießen eines Buchenholznagels in Konstruktionsvollholz kommt es zu einer stoffschlüssigen Verbindung. Man spricht von sogenanntem „Holzschweißen“. © Beck
Beim Einschießen eines Buchenholznagels in Konstruktionsvollholz kommt es zu einer stoffschlüssigen Verbindung. Man spricht von sogenanntem „Holzschweißen“. © Beck

LignoLoc nennen die Erfinder der Beck Fastener Group aus Mauerkirchen ihre patentierte Innovation, die das Bauen mit Holz noch hölzerner werden lässt. Bei den Nägeln handelt es sich um verdichtetes Buchenholz, das eine Zugfähigkeit aufweist, die vergleichbar mit Aluminium ist. Sie können ohne Vorbohren direkt in Konstruktionsvollholz eingeschossen werden. Bei diesem Vorgang kommt es zu einer stoffschlüssigen Verbindung. Der Effekt nennt sich „Holzschweißen“ und wurde von Wissenschaftlern der Universität Hamburg geprüft und bestätigt.

© Beck
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Anwendungsmöglichkeiten erkennt der Hersteller im Innen- und Außenbereich vor allem für die industrielle Fertigung und ökologische Holzverarbeitung. Die größten Vorteile der Buchenholznägel gegenüber Verbindungsmitteln aus Stahl oder Aluminium: 

  • bilden keine punktuellen Wärmebrücken 
  • hinterlassen keine Korrosionsspuren am Holz 
  • Beim nachträglichen Bearbeiten von Holzelementen reduziert sich der Werkzeugverschleiß, da Sägeblätter und Werkzeuge beim Durchschneiden geschont werden.

_mr / Quelle: Beck Fastener Group