Ein Erfolg: Münchens Parkplatzüberbauung

Soziales Wohnbau-Pilotprojekt nutzt vorhandene Stadtfläche doppelt

© Florian Nagler Architekten
© Florian Nagler Architekten

14.07.2017 – Oberirdische Parkplätze benötigen viel Fläche, die gerade in innerstädtischen Bereichen wertvoll ist und in Zeiten starken Zuzugs besser genutzt werden könnte. Wie das geht, hat die Münchner Wohnbaugesellschaft GEWOFAG vorgemacht.

Aufgeständert auf Betonstützen nutzt der Holzwohnbau von Florian Nagler Architekten eine wertvolle Stadtfläche, die bisher nur als Parkplatz diente. © Roland Weegen / GEWOFAG
Aufgeständert auf Betonstützen nutzt der Holzwohnbau von Florian Nagler Architekten eine wertvolle Stadtfläche, die bisher nur als Parkplatz diente. © Roland Weegen / GEWOFAG

Die Rede ist vom Pilotprojekt Dantebad im Münchner Stadtteil Moosach. Die GEWOFAG hat hierfür einen Bau in Auftrag gegeben, der über dem Parkplatz des öffentlichen Bades errichtet wurde. Architekt Florian Nagler hat hierfür auf dem knapp 4200 m2 großen Grundstück einen neuen Wohnkomplex in Holzbauweise entworfen, der mit Betonstützen über dem öffentlichen Parkplatz aufgeständert wurde.

100 neue Wohnungen, davon 86 Einzimmerwohnungen und 14 Wohnungen mit 2,5 Zimmern sind entstanden. Der Großteil der Parkplätze wurde dabei erhalten. Gemeinschaftsräume, Aufweitungen von Laubengängen und Freiflächen auf dem Dach bieten den Mietern Möglichkeiten des Aufenthalts außerhalb ihrer Wohnung und zur Begegnung.

© Lukas Barth / GEWOFAG
© Lukas Barth / GEWOFAG
© Roland Weegen / GEWOFAG
© Roland Weegen / GEWOFAG

Wohnungsvergabe nach Gleichbehandlungsprinzip

Seit Anfang des Jahres wird der Bau bezogen. Die Belegung erfolgt über das Amt für Wohnen und Migration im Münchner Sozialreferat für berechtigte Haushalte verschiedener Einkommensstufen. Insgesamt steht bei allen Projekten des Programms „Wohnen für Alle“ eine stabile Bewohnerstruktur an erster Stelle. Das Amt für Wohnen und Migration achtet auf eine ausgewogene Vergabe der Wohnungen gleichermaßen an Frauen wie Männer sowie unterschiedliche Altersklassen. 51% der Wohnungen werden an anerkannte Flüchtlinge und andere Wohnungslose mit Registrierbescheid vergeben.

_mr / Quelle: GEWOFAG