91% glauben an den Holzbau

Laut einer Umfrage sind Architekten und Bauträger vom Erfolg des vollökologischen Bauens überzeugt

Wir bringen mehr Holz in den Wohnbau – unter diesem Motto hat die Plattform Bau.Genial eine Befragung unter Architekten, Bauträgern und Wohnbaugenossenschaften durchgeführt und sie um ihre Einschätzung zur Zukunft des großvolumigen Holzbaus gebeten.

© Bau.Genial
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Umfragewerte, von denen andere nur träumen können

Die telefonisch durchgeführte, qualitative Umfrage hat im Frühjahr österreichweit stattgefunden. Die Ergebnisse liegen jetzt auf dem Tisch:

  • 91% der Befragten schätzen die Zukunftsperspektiven des Holzbaus positiv ein. 
  • 89% bewerten Informationskampagnen für den Holzbau als sinnvoll.
  • 77% bewerten den Holzbau im mehrgeschossigen Wohnbau als positiv. 
  • 72% sind der Meinung, dass die Holzbauweise mit der mineralischen Bauweise konkurrieren kann. 

Mit soviel Zustimmung hatten weder der Auftraggeber noch das Marktforschungsinstitut gerechnet. Für das neue Präsidium mit Präsident Thomas Grudl und Vizepräsidentin Gabriele Leibetseder stelle es jedoch eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für die kommenden Jahre dar. „Die Vorteile des modernen Holzbaus liegen auf der Hand. Technisch sind alle Fragen gelöst, gelungene Referenzen gibt es in ganz Österreich“, zieht Grudl Bilanz.

© Bau.Genial
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Im Rahmen der Telefoninterviews wurde außerdem nach den Gründen gefragt, weshalb sich Architekten und Planer bei all dieser Zustimmung oftmals doch für einen anderen Baustoff entscheiden: 

  • 28% meinen, es fehle an fundiertem Wissen 
  • 25% fürchten erhöhte Kosten 
  • 22% bewerten nach wie vor den Brandschutz als kritisch 

Aber Brandschutz ist kein Problem

Grudl, selbst Holzbautechniker, betont einmal mehr, dass die Thematik des Brandschutzes im Holzbau längst gelöst ist. Die Anforderungen an Schall- und Brandschutz sind abhängig von der Gebäudeart und Gebäudenutzung und gelten unabhängig vom Baustoff.

Bessere Planung und schlankere Konstruktionen

Neben einer besseren Aus- und Weiterbildung im Bereich Holzbau, stehen für das Bau.Genial-Präsidium vor allem Fragen zu einer besseren Planung sowie zu den Herstellungskosten im Raum. Einer funktionierenden Kommunikation bei der Koordinierung aller Gewerke müsse laut Grudl eine noch engere Zusammenarbeit mit jenen erfolgen, die nachfolgend mit der Holzkonstruktion arbeiten. Dies betreffe vor allem die Haustechnik. In punkto Preisentwicklung plädiert man für schlankere Holzkonstruktionen. 

_bg / Quelle: Bau.Genial