Prof. Kaden baut Deutschlands höchstes Holzhaus

Straffe Vorgabe: Das Gebäude muss bis Ende 2018 fertig werden

09.10.2017 – Architekt Tom Kaden, der kürzlich die Professur für „Architektur und Holzbau“ an der TU Graz übernommen hat, feilt gemeinsam mit seinem Büropartner Markus Lager an der nächsten Superlative des deutschen Holzbaus – „J1“ wird der künftige Höhenrekordhalter des Landes heißen.

„J1“ wird mit 10 Geschossen dem bisherigen Höhenrekordhalter K8 von Kampa den Rang als höchstes Holzhaus Deutschlands ablaufen. © Kaden + Lager
„J1“ wird mit 10 Geschossen dem bisherigen Höhenrekordhalter K8 von Kampa den Rang als höchstes Holzhaus Deutschlands ablaufen. © Kaden + Lager

Im Rahmen der Stadtausstellung Neckarbogen, wofür in Heilbronn ein ganzer Stadtteil neu entstehen wird, ist auch das Gebäude „J1“ Teil eines von insgesamt 22 zu bebauenden Grundstücken. Alle Gebäude müssen pünktlich zur Eröffnung der Bundesgartenschau 2019 fertiggestellt werden, im Zuge derer auch der neue Stadtteil eingeweiht werden soll.

„J1“ vom Architekturbüro Kaden+Lager wird den Eingang zum Großevent markieren. Der Werkstoff Holz wird den überwiegenden Teil der Konstruktion ausmachen. Lediglich das Treppenhaus und das Sockelgeschoss werden aus Stahlbeton gefertigt. Damit entsteht in Heilbronn mit einer Höhe von 34 m das deutschlandweit höchste Haus in Holzbauweise – um 4 m höher als der Bürobau des Fertighausherstellers Kampa.

© Kaden + Lager
© Kaden + Lager

Wohnen auf der 10. Holzetage

„J1“ enthält neben Gewerbe- und Nebenräumen im Erdgeschoss 60 Wohneinheiten, die zur Miete angeboten werden. Die kleinteiligen Ein- bis Zweizimmerwohnungen werden über das innenliegende Sicherheitstreppenhaus erschlossen, sind zwischen 40 und 70 m² groß und können dank des Gebäudekonzeptes je nach Bedarf zusammengeschaltet werden.

Laut Auskunft von Tom Kaden sind die Bauarbeiten für den 10-Geschosser in vollem Gange. Der Keller wurde bereits fertiggestellt, in einem nächsten Schritt wird das Sockelgeschoss betoniert. Laut Vorgabe der Stadt muss das Projekt unbedingt Ende 2018 fertiggestellt werden, um den pünktlichen Start der Bundesgartenschau im April 2019 nicht zu gefährden.

_mr / Quelle: Kaden+Lager