Michael Green in Garmisch

Vorschau zum 23. Internationalen Holzbauforum

29.11.2017 – „Wir freuen uns, den über 1500 Teilnehmern, wie gewohnt, ein umfassendes Programm bieten zu können. Thematisch werden Holzbauprojekte aus der ganzen Welt im Hochhausbereich sowie die Rationalisierung im Zeichen von Industrie 4.0 spannende Akzente setzen. Zudem konnten wir Stararchitekt Michael Green als Referenten gewinnen“, so Univ.-Prof. Uwe Germerott, Geschäftsführer des Vereins forum-holzbau, der den Branchentreff in Garmisch veranstaltet.

Nach der mittwöchigen Auftaktveranstaltung am 6. Dezember wird Univ.-Prof. Hermann Kaufmann von der Technischen Universität München am Donnerstag den IHF-Prolog im Architekturforum eröffnen. Gleich danach erklärt Peter Pichler vom gleichnamigen Mailänder Büro seine Sichtweise von Holz. Im Vortrag „Rethinking Wood“ fehlt sicherlich nicht die Projektvorstellung seines hölzernen Restaurantbaus Oberholz in den Dolomiten. Gleich danach folgt ein Bregenzer: Architekt Juri Troy tritt mit seinem Vortrag „Zurück in die Zukunft – der Holzbau als Schlüssel zur Wiederkehr einer ganzheitlichen Architekturauffassung“ ans Podium.

Zeitgleich beschäftigt sich Walter Meiberger von Meiberger Holzbau aus Salzburg im IHF-Prolog Holzhausbau-Forum, organisiert von Timber Construction Europe, mit dem Wandel der Arbeitswelt und den erforderlichen Bildungsstrukturen für die Anforderungen an den Holzbaubetrieb der Zukunft. Peter Elsasser von Holzbau Schweiz stellt in diesem Block branchenspezifische Bildungssysteme vor.

Holzbau wächst in die Höhe

Zusätzlich beleuchtet der Programmpunkt „Modularität und Raummodule“ die zunehmende Rationalisierung im Zeichen von Industrie 4.0. Im Anschluss dazu folgt mit „Urbanes Bauen in neue Höhen“ ein weiterer Themenschwerpunkt, der den Holzbau jenseits der Hochhausgrenze fokussiert. Kathrin Merz von Bauart Architekten und Planer leistet dazu ihren Beitrag und referiert über „Denken und Bauen in System“.

Der kanadische Architekt Michael Green; © MGA
Der kanadische Architekt Michael Green; © MGA

Christian Kaufmann von Kaufmann Bausysteme aus Reuthe erläutert Hintergründe zum Studentenwohnheim Woodie in Hamburg, das nach nur neun Monaten Richtfest feierte. Das erste Holzhochhaus der Schweiz, „Suurstoffi 22“, erklärt Patrick Suter von Erne Holzbau aus Laufenburg. La Seine Musicale nahe Paris und „Freiformprojekte in neuen Dimensionen“ machen jeweils Mathias Hofmann von Hess Timber, Kleinheubach/DE, und Richard Jussel von Blumer-Lehmann, Gossau/CH, zum Thema. Als absolutes Highlight schließt der kanadische Architekt Michael Green den Vortagsdonnerstag mit seinem Referat im Hauptsaal. Sein Thema: Von den ersten hohen Holzgebäuden zu einer globalen Bewegung.

Größen der Branche informieren

Beschlossen wird das IHF 2017 am Veranstaltungsfreitag mit dem Epilog „Internationale Architektur: Leuchtturmprojekte in und mit Holz“, der nochmals ein besonderes Augenmerk auf den Bereich Architektur und Holzbau wirft. Diesen Tag bereichern unter anderem Frank Steffens, Unternehmensgruppe Brüninghoff, und Carsten Hein, ARUP Deutschland, mit Vorträgen zum Thema „Urbaner Hybridbau“. Konrad Merz von merz kley und partner aus Dornbirn beschäftigt sich mit demselben Segment. Pirmin Jung von Pirmin Jung Ingenieure aus Rain vergleicht anschließend den Skelett- bzw. Rahmenbau mit der Brettsperrholzbauweise.

Programmübersicht

Mittwoch, 6.12.:
Auftaktveranstaltung: Positionierung des Holzbaus in der Bauwirtschaft
Prologe I-III:
Architekturforum – Holz in der neuen Architektur
Fertigbauforum – Digitalisierung im Bauwesen und spezifisch im Holzbau
Holzhausbau-Forum – Arbeitswelt 4.0: Die neue Bedeutung der beruflichen Qualifizierung Apéro und Abendessen
Donnerstag, 7. 12.:
Holzumfeld: Bauen im Umbruch
Holztragwerke: Modularität und Raummodule, urbanes Bauen in neue Höhen, Projekte mit Ausstrahlung
Forschung und Entwicklung: verkleben, vergießen, verbinden
Gastreferat (Michael Green) & Ehrungen
Freitag, 8. 12.: Holzkonstruktionen
Block A: Gastländer – baltische Staaten
Block B: Büro- und Gewerbebauten
Block C: Konzepte und Konstruktionen für den mehrgeschossigen Holzbau
Epilog – internationale Architektur: Leuchtturmprojekte in und mit Holz

Insgesamt erwarten das Fachpublikum an die 90 Fachreferate und mehr als 120 Aussteller. Auch mit dem Rahmenprogramm aus Ehrungen, internationalen kulinarischen Genüssen und Entertainment lockt Garmisch. Die Anmeldung ist noch bis 27. November möglich. Doch man sollte sich beeilen, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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