Deutscher Minister fordert mehr Holzbau

Bauen mit Holz ist gerade großes Wahlkampfthema in Hessen

Wieviel Holzbau hat in Frankfurt Platz? © pixabay
Wieviel Holzbau hat in Frankfurt Platz? © pixabay

12.02.2018 – Im Frankfurter Oberbürgermeister-Wahlkampf spielt das Thema Bauen eine wichtige Rolle. Auch deshalb sucht die hessische Landespolitik gerade jetzt intensiv nach Lösungen, den Wohnungsbau anzukurbeln. Dazu soll nach Ansicht von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) eine neue hessische Bauordnung beitragen. Verbände, Kommunen und Fachleute begrüßen viele Punkte des eingebrachten Gesetzes.

Die Wohnungswirtschaft etwa hält es für entscheidend, das „serielle und modulare Bauen“ zu erleichtern. Ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohnungs- und Immobilienverbände Hessen, Axel Tausendpfund, dazu: Dabei könnten „Baukosten eingespart und ein wichtiger Beitrag zu bezahlbaren Mieten geleistet werden.“ In dasselbe Horn stößt die Frankfurter Bauaufsicht und fügt in einer eigenen Stellungnahme hinzu, dass in Folge einer Baukostenreduktion „günstigere Mieten möglich wären“. Außerdem kämen für die Aufstockung von Gebäuden aus statischen Gründen „in vielen Fällen nur Holzkonstruktionen infrage”.

Aber es gibt auch kritische Stimmen. Al-Wazir möchte mit dem Gesetz die Errichtung von Gebäuden in Holzbauweise erleichtern und ebenfalls die Möglichkeit verbessern, Büroraum in Wohnraum umzuwidmen. Dahingehend befürchtet der Frankfurter Baudezernent Jan Schneider (CDU), dass die Novelle den Bau mit Holz in Hinblick auf öffentliche Bauten vernachlässige. Dabei handle es sich um eine „wirtschaftliche, innovative Bauweise mit hohem Vorfertigungspotenzial”, die gerade beim Bau von Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kindergärten ideal sei.

_kl / Quelle: fr.de