Aus Kompost wird Haus

Modulares Wohnkonzept nutzt Upcycling-Prinzip

05.03.2018 – Beim dänischen Architekturbüro „Een til Een“ hat man sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben: Aus biologischen Reststoffen der Landwirtschaft ist das wohl bis dato nachhaltigste Haus der Welt entstanden.

Aus Tomatenstängeln, Seetang und Holz: In Dänemark steht …
Aus Tomatenstängeln, Seetang und Holz: In Dänemark steht …
… das wohl biologischste Haus der Welt. © Edin Bosnjak
… das wohl biologischste Haus der Welt. © Edin Bosnjak

Im Detail heißt das: Das dänische Haus besteht zum Großteil aus Gras, Tomatenstängeln, Stroh, Seetang und Altholz. Ein Team, bestehend aus mehr als 40 Partnern, suchte die geeigneten Reststoffe aus, die man zu bautauglichen Werkstoffplatten verpressen ließ. Die tragende Konstruktion des 145 m2 großen Hauses ist ein Holzrahmenbau. Um die Dauerhaftigkeit zu garantieren, wählten die Planer für die Fassade ein umweltschonend behandeltes Holz des norwegischen Holzverarbeiters Kebony.

Auch die für den Betrieb des Hauses genutzte Energie ist grün: Der Strom wird von Solarpanels produziert; eine Salzwasserbatterie speichert diesen ab.

© Edin Bosnjak
© Edin Bosnjak

Auch beim Sockel wird das Gebäude einem hohen Nachhaltigkeitsgedanken gerecht: Statt eines Betonfundaments wurde eine Pfahlgründung gewählt. Der Öko-Gedanke gipfelt schließlich in der Umzugsbereitschaft: Nach dem Bau lässt sich das Modulhaus bei Bedarf an einen anderen Ort versetzen.

Zu besichtigen ist das Gebäude im „Biotope“, einem Ausstellungspark für nachhaltiges Bauen im dänischen Middelfart.

_vb / Quelle: Kebony