Gigantischer Holzring am Polarkreis

Dieses Hotel entsteht an einem der schönsten Plätze Norwegens

23.03.2018 – Es soll das erste Gebäude nach dem sogenannten „Powerhouse“-Standard sein, welches in einem nordischen Klima gebaut wird: „Svart“ – so nennen es die entwurfgebenden Architekten vom norwegischen Architekturhaus Snøhetta – wird direkt unterhalb des zweitgrößten Gletschers in Norwegen, des Svartisen, gebaut. 

Die Region um den zweitgrößten Gletscher Norwegens, den Svartisen, ist ein beliebtes Reiseziel für Hiker. Das Hotel Svart soll direkt vor dem Gletscher und auf dem dem dazugehörigen Gletschersee platziert werden. © Snøhetta
Die Region um den zweitgrößten Gletscher Norwegens, den Svartisen, ist ein beliebtes Reiseziel für Hiker. Das Hotel Svart soll direkt vor dem Gletscher und auf dem dem dazugehörigen Gletschersee platziert werden. © Snøhetta
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Es handelt sich hierbei um den Entwurf für ein Hotel. Aber im Vergleich zu einem herkömmlichen Hotelbau liegt der Energieverbrauch von Svart nur bei etwa 85%. Hinzu kommt, dass es diese Energie auch selbst produziert, was laut den Architekten ein absolutes Muss für ein Projekt dieser Größe ist, welches in den abgeschotteten, arktischen Gefilden Platz finden soll. Das zu erreichen, helfen zum einen Solarpaneele am Dach sowie die Nutzung von Heißquellwasser in der näheren Umgebung.

© Snøhetta
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In so verletzlicher Natur ist die Wahl des Baustoffs ein sensibles Thema

Damit die Projektverantwortlichen in dieser wertvollen Naturlandschaft überhaupt bauen dürfen, müssen sie sich an besonders hohe Vorschriften hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks des Gebäudes halten. Neben dem besagten hohen Energiestandard nimmt deshalb auch die Wahl der Baustoffe bei Svart einen hohen Stellenwert ein: Das Hotel in der Form eines Ringes wird deshalb als Holzbau umgesetzt. Sowohl die Decken als auch Wände sollen in Massivholz ausgeführt werden.

Zum Stehen kommt das einzigartige Gebäude auf filigranen Holzstützen, die in das Wasser des Gletschersees Engabreevatnet eintauchen und der Architektur traditioneller nordischer Fischerhütten nachempfunden sind.

Nach aktuellem Wissensstand will man mit der Errichtung 2019 beginnen. Läuft alles glatt, wird das Hotel schon 2021 seine Pforten öffnen und ab dann naturbegeisterten Touristen Erholungsurlaub am Fuße des Gletschers ermöglichen.

_mr