Roboter fertigen bionischen Holzpavillon

Erstmals kommen Hohlkastenelemente zum Einsatz

14.05.2018 – Der von Tom Kaden geplante Zehngeschosser „Skaio“ (wir berichteten) wird nicht das einzige zu bewundernde Holzkonstrukt auf der Bundesgartenschau 2019 sein: ein Holzpavillon, der weniger durch seine Größe als vielmehr durch seine innovative Bauweise begeistert, wird dem höchsten Holzbau Deutschlands in Heilbronn Gesellschaft leisten.

Der für die Bundesgartenschau 2019 konzipierte, 25 Meter überspannende Holzpavillon wird als Veranstaltungsraum dienen. © ICD / ITKE Stuttgart
Der für die Bundesgartenschau 2019 konzipierte, 25 Meter überspannende Holzpavillon wird als Veranstaltungsraum dienen. © ICD / ITKE Stuttgart


Die Segmente des Holzpavillons werden erstmals als hohle Kassetten ausgeführt, die in einem robotischen Vorfertigungsprozess an den Instituten ICD und ITKE der Universität Stuttgart aus Platten und Balken zusammengefügt werden. Aus 400 solcher Kassetten wird der Pavillon bestehen. Sie überspannen einen Veranstaltungsraum 25 m weit.

Diese Form der Plattenstruktur haben sich die Entwickler des Pavillons von der Natur abgeschaut. Die Konstruktion und Fertigung von segmentierten Schalentragwerken basiert auf der Grundlage bionischer Prinzipien, die an der Universität Stuttgart seit vielen Jahren erforscht werden. Sowohl die Form eines jeden Segments als auch die Ausführung einer leistungsfähigen Verbindung sind dabei von besonderer Bedeutung. Das Prinzip der morphologischen Anpassung wird mit einem digitalen Entwurfs- und Simulationsprozess gekoppelt und mithilfe einer robotischen Produktion umgesetzt.

_mr / Quelle: Bundesgartenschau Heilbronn, Universität Stuttgart