LEGO will mehr „öko“ werden

Erste Bausteine werden aus Biokunststoff gefertigt

14.05.2018 – Der dänische Spielzeughersteller LEGO stellt pro Tag über 150 Millionen seiner berühmten Plastikbauteile her. Seit den 1960er Jahren bestehen diese zum Großteil aus ölbasiertem ABS-Kunststoff. Wird ABS recycelt, kann es nahezu vollständig wieder einem neuen Einsatzzweck zugeführt werden. Landet es allerdings auf Deponien oder in der freien Natur, hält es sich über viele Jahre, da das Polymer als sehr widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, Temperatur und Alterung gilt.

Bäume, Sträucher und Blätter wird LEGO künftig nur noch aus ölfreiem Zuckerrohr-Plastik herstellen. © LEGO
Bäume, Sträucher und Blätter wird LEGO künftig nur noch aus ölfreiem Zuckerrohr-Plastik herstellen. © LEGO

2018 will LEGO seine Steine – zumindest zum Teil – umweltfreundlicher machen: Alle „botanischen“ Elemente, wie Spielzeugbäume, -büsche und -blätter, sollen künftig ölfrei aus Zuckerrohr-Polyethylen produziert werden. „Für uns ist das ein erster Schritt in unserem Betreben, in Zukunft alle LEGO-Steine auf Basis nachhaltiger Rohstoffe bereitzustellen“, kommentiert Vizepräsident Tim Brooks von LEGO die nachhaltige Orientierung des Konzerns.

Die Herstellung der neuen Bausteine funktioniert zwar nahezu ölneutral, biologisch abbaubar ist das Zuckerrohr-Polyethylen dennoch nicht. Wären es das, würden die Steine nämlich auch wie Bonbons in den Mündern der Kinder schmelzen.

_mr / Quelle: LEGO, diverse Internetquellen