Städtebau anders gedacht

BSP-Hartholz-Pavillon soll zur Diskussion über Bauweisen anregen

06.08.2018 – „MultiPly“, ein Modulbau aus amerikanischem Laubholz, nämlich Tulipwood, soll seine Besucher anregen, über die Art und Weise, wie wir unsere Städte bauen, nachzudenken. Er wird im September im Rahmen des London Design Festival ausgestellt.

Waugh Thistleton Architects, das American Hardwood Export Council (AHEC) und das Ingenieurbüro ARUP stehen hinter der Idee von „MultiPly“. Schon in der Vergangenheit arbeitete das AHEC an vergleichbaren Projekten, wie The Smile (wir berichteten). Ging es in den vergangenen Jahren vor allem um die Erforschung des Materials, ist der Ansatz diesmal differenzierter.

Die 17 labyrinthartig miteinander verbundenen Module sind in weniger als einer Woche montiert. Nach dem Festival soll der Pavillon andernorts wieder aufgebaut werden. © AHEC
Die 17 labyrinthartig miteinander verbundenen Module sind in weniger als einer Woche montiert. Nach dem Festival soll der Pavillon andernorts wieder aufgebaut werden. © AHEC
"MultiPly": Wie der Name schon sagt – ein System, viele Möglichkeiten. © AHEC
"MultiPly": Wie der Name schon sagt – ein System, viele Möglichkeiten. © AHEC

Probleme angehen

MultiPly stellt sich zwei der größten Herausforderungen der heutigen Zeit: dem dringenden Bedarf an Wohnraum und der Dringlichkeit, den Klimawandel zu bekämpfen. „Das Hauptziel dieses Projekts ist es, öffentlich zu diskutieren, wie diese Herausforderungen durch erschwingliches Bauen angegangen werden können", sagt Andrew Waugh, Mitbegründer von Waugh Thistleton. „Wir befinden uns in einer Krise, sowohl was den Wohnungsbau als auch die CO2-Emissionen betrifft. Wir glauben, dass das Bauen mit einem vielseitigen, nachhaltigen Material wie Tulipwood ein wichtiger Weg ist, um diese Probleme anzugehen.“

Forschung fortsetzen

Tagsüber können die Besucher die 9 m hohe amerikanische Installation durchwandern. Abends – stimmungsvoll beleuchtet – bietet sie Raum zum Nachdenken über die Funktion des natürlichen Baumaterials und die Art und Weise, wie wir unsere Häuser und Städte entwerfen. „Die Fortsetzung unserer Erforschung von Hartholz-BSP auf solchen Installationen gibt uns die Möglichkeit, mit diesem anpassungsfähigen Material zu experimentieren. Es ist ein Privileg, dass wir als Ingenieure für das Festival diesen technischen Entwurf beisteuern dürfen“, sagt Carolina Bartram, Arup-Projektleiterin.

_kl / Quelle: AHEC