Flachdachstudie aus Oberösterreich

Ergebnisse in kostenloser Broschüre zusammengefasst

17.12.2018 – Die Fachhochschule Oberösterreich Campus Wels und die HTL 1 Bau und Design Linz haben das Strömungsverhalten von hinterlüfteten Flachdächern untersucht. Die Landesinnungen Holzbau, Dachdecker Glaser Spengler Oberösterreich sowie der Fachverband der österreichischen Holzindustrie gaben das Projekt in Auftrag. Denn obwohl Flachdadchkonstruktionen von Baupraktikern großes Potenzial zugeschrieben wird, war bisher wenig über deren Funktionsweise bekannt, sind die Auftraggeber überzeugt. 

Forscher untersuchten das Strömungsverhalten in der Hinterlüftungsebene von Flachdächern. Die Ergebnisse gibt es zusammengefasst in dieser Broschüre. © WKO
Forscher untersuchten das Strömungsverhalten in der Hinterlüftungsebene von Flachdächern. Die Ergebnisse gibt es zusammengefasst in dieser Broschüre. © WKO

Die Forscher der FH Wels lösten die Aufgabenstellung mit Hightech-Berechnungswerkzeugen aus der Fahr- und Flugzeugindustrie. Dort wird die so genannte numerische Strömungsmechanik (CFD = Computer Fluid Dynamics) vor allem zur Strömungsoptimierung eingesetzt. Insgesamt 54 unterschiedliche Geometrien für Flachdachaufbauten wurden simuliert. Außerdem untersuchte man den Einfluss der Windrichtung und der Windgeschwindigkeit auf die Durchströmung der Hinterlüftungsebene. An der HTL 1 Linz führten die Wissenschaftler begleitend dazu Freilandversuche und Messungen an gebauten Objekten durch.

Ergebnisse zusammengefasst

Das Fazit sei vielversprechend und könne Planern wie Ausführenden als Grundlage für die Konstruktion von hinterlüfteten Flachdächern dienen. So deuten die Ergebnisse darauf hin, dass
Aufbauten, die von der gültigen ÖN B 4119 hinsichtlich Dachneigung und Lüftungsquerschnitt abweichen, nicht zwangsläufig zu Schäden führen müssen. Die errechneten Kanalgeschwindigkeiten und daraus folgenden Luftvolumenströme ließen auf ein entsprechendes Rücktrocknungspotenzial hinterlüfteter Konstruktionen schließen. Die durchgeführten Feldversuche und CFD-Simulationen haben darüber hinaus gezeigt, dass selbst bei ungünstigen Geometrien noch eine Durchströmung der Hinterlüftungsebene gegeben ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Projekt wurden jetzt in einer Publikation zusammengefasst. Die Broschüre steht zum kostenlosen Download bereit.

_kl / Quelle: WKO