Schwarzwald bekommt 14-Geschosser

Holzhybride CARL als Pforzheimer Leuchtturm

05.02.2019 – Die wirtschaftliche Geschichte des Nordschwarzwalds ist eng verknüpft mit der Holzgewinnung. Gleichwohl spielte in dieser Region der Baustoff Holz beim Geschosswohnungsbau bislang keine nennenswerte Rolle. Das soll sich spätestens im Frühjahr 2021 ändern. Dann ist nämlich der Baustart für CARL, ein 14-geschossiges Wohnhochhaus, angesetzt.

Die Umsetzung des 14-geschossigen Gebäudes namens CARL ist als Holzbau mit Stahlbetonerschließungskern angedacht. © Peter W. Schmidt Architekten
Die Umsetzung des 14-geschossigen Gebäudes namens CARL ist als Holzbau mit Stahlbetonerschließungskern angedacht. © Peter W. Schmidt Architekten

Neben dem Turm kommen zwei flache Gebäude zu stehen. In dem somit aus drei Baukörpern bestehendem Bau soll es nach der Fertigstellung nicht nur 73 Wohnungen auf rund 5000 m2 geben, sondern auch eine Kindertagesstätte sowie eine Bäckerei mit Café. Im Sinne eines durchgängig glaubwürdigen Projekts wird man dem Hochhaus auch von außen sein „hölzernes Wesen“ ansehen. Und auch im Innern soll es reichlich Holz zu sehen, zu spüren und zu erleben geben, so sieht es der Entwurf des orstansässigen Architekturbüros Peter W. Schmidt jedenfalls vor. Die Tragwerksplanung liegt in Händen von merz kley partner aus Dornbirn.

© Peter W. Schmidt Architekten
© Peter W. Schmidt Architekten

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie voraussichtlich die EU begleiten das Projekt als Partner und Förderer, ist der Presseaussendung des Bauherrschaft, der Baugenossenschaft Arlinger, zu entnehmen. So sollen vor allem technische Lösungen hinsichtlich des Brandschutzes und der Statik später bundesweit übertragbar gemacht werden. Zum Beispiel die Ausbildung eines Vorsprungs als Verlängerung der Geschossdecke, eine sogenannte Krempe. Diese soll brandschutztechnische Vorteile bringen. Fertigstellung ist auf Ende 2021 terminiert.

_kl / Quelle: Baugenossenschaft Arlinger