Grüne Roboter in der Steiermark

Ungenutzte Potenziale ausschöpfen, Fachkräftemangel kompensieren

12.03.2019 – Am 6. März präsentierte man in Zeltweg die Inhalte des LEADER-Projektes „Wood Robotics“ im Holzinnovationszentrum (HIZ). Damit sprechen die Initiatoren Studenten, Entwickler, Geschäftsführer und Experten speziell auf brisante Themen an: Ungenutzte Potenziale in der Robotik, Digitalisierung und Industrie 4.0 sollen ausgeschöpft werden.

Bei der Projektpräsentation: Siegfried Salchenegger, Bürgermeister Hermann Dullnig, Barbara Reichhold, Richard Dank, Christian Freißling, Joachim Reitbauer, Christian Reiner (v. li.) © Jörg Opitz
Bei der Projektpräsentation: Siegfried Salchenegger, Bürgermeister Hermann Dullnig, Barbara Reichhold, Richard Dank, Christian Freißling, Joachim Reitbauer, Christian Reiner (v. li.) © Jörg Opitz

Heute ist Automatisierung in fast jedem Wirtschaftsbereich Thema. Zur Nutzung diverser Instrumente gibt es allerdings noch Hemmschwellen. Jene sollen durch „Wood Robotics“, das sich sowohl an holz-, als auch an metall- oder kunststoffverarbeitende Betriebe wendet, abgebaut werden. „Vor allem durch den Einsatz von Industrierobotern soll die Holzbranche technologisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Überall dort, wo serielle Arbeitsschritte ein genaues und schnelles Arbeiten erfordern, ist der Einsatz der flexiblen Roboter die erste Wahl“, erklärt Siegfried Salchenegger, Experte für Robotik und Anlagenengineering, im Zuge der Projektpräsentation. Er ergänzt: „Das kann auch schon in Kleinbetrieben der Fall sein.“ Der Facharbeitermangel könne so kompensiert werden, sind die Verantwortlichen sicher. Gleichzeitig ließen sich neue Arbeitsplätze schaffen.

Knapp 1000 Betriebe kontaktiert

Die Initiative ist bereits in vollem Gang. „Mittlerweile wurden schon knapp 1000 Betriebe in den Bezirken Murtal, Murau, Leoben und Wolfsberg für kostenlose Erstgespräche kontaktiert. In den nächsten Monaten werden wir bereits mit den ersten Workshops in den Bereichen Digitalisierung und Robotertechnik starten“, erläutert HIZ-Geschäftsführerin Barbara Reichhold. Das Projekt läuft bis Ende 2020 und ist mit insgesamt 284.000 Euro dotiert.


_jr