Zwischen Wipfeln und Gipfeln

Mailänder Architekturbüro plant zukunftsweisendes Projekt in den Dolomiten

17.05.2019 – „Wir glauben, dass die Zukunft des Tourismus in der Beziehung Mensch-Natur liegt, welche durch gut integrierte, nachhaltige Architektur verstärkt wird.“ Nach diesem Leitsatz plante Peter Pichler Architecture, ein in Mailand ansässiges Büro unter der Führung von Silvana Ordinas und Peter Pichler, „Baumhäuser“ für die Erweiterung eines bestehenden Hotels in den italienischen Dolomiten.

Die spitz zulaufenden Dächer fügen sich sich gut in das zerklüftete, von Nadelbäumen beherrschte Landschaftsbild ein. © Peter Pichler Architecture
Die spitz zulaufenden Dächer fügen sich sich gut in das zerklüftete, von Nadelbäumen beherrschte Landschaftsbild ein. © Peter Pichler Architecture

Regionale Spitzenarbeit

Die zweigeschossigen Bauten werden auf kleinen Betonfundamenten stehen und fast zur Gänze aus regionalem Holz hergestellt sein. Von den umstehenden Tannen und Lärchen inspirierte, steile und spitz zulaufende Dächer sollen durch ihre geschwärzten Holzfassaden für ein der Umgebung angepasstes Erscheinungsbild sorgen. Eine Vollverglasung über beide Stockwerke gibt den Blick auf die weitläufige, imposante Landschaft frei, während die Rahmenkonstruktion zusätzlich eine tragende Funktion übernimmt. In den Innenräumen wird unbehandelte Tanne für ein warmes Ambiente und einen interessanten Kontrast zu den dunklen Außenfassaden sorgen.

Im oberen Geschoss befinden sich die Schlafräume sowie kleine Bäder. © Peter Pichler Architecture
Im oberen Geschoss befinden sich die Schlafräume sowie kleine Bäder. © Peter Pichler Architecture
Das Untergeschoss bietet Platz zum Lesen und Entspannen. © Peter Pichler Architecture
Das Untergeschoss bietet Platz zum Lesen und Entspannen. © Peter Pichler Architecture

Regenwasser und Geothermie

Nicht nur durch die Verwendung von regionalem Holz wird das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolgt: Die „Baumhäuser“, welche über 35 bis 45 m2 Wohnfläche verfügen, werden einerseits mittels Erdwärmepumpen beheizt und andererseits mit Regenwassertanks ausgestattet.

Zur Ruhe kommen

Das innovative Projekt ist nach dem „Slow Down“-Prinzip konzipiert und soll den Tourismus mit der umgebenden Natur und der darin eingebundenen Architektur in Verbindung setzen. Demzufolge befinden sich in den unteren Geschossen Lese- bzw. Lounge-Bereiche, während in den oberen die Schlafbereiche angesiedelt sind. Hier kann man auch gemütlich von der Badewanne aus die faszinierenden Bergwälder bestaunen.

_rz / Quelle: Peter Pichler Architecture