Interesse an Holzbau ungebrochen

Potenzielle Häuslbauer trafen Anfang Oktober auf Bauherrschaften, Zimmerer und Architekten

09.10.2018 – Am vergangenen Wochenende öffneten 33 Holzhäuser im Rahmen des Veranstaltungstages „kumm ga luaga“ in Vorarlberg ihre Pforten für potenzielle Häuslbauer und Interessierte. Pro Haus wurden 220 Besuche verzeichnet. Das beweist das ungebrochen große Interesse am Bauen mit Holz.

Viele junge Holzbauinteressierte nahmen das Angebot der Hausbesichtigungen wahr. © vorarlberger holzbau_kunst
Viele junge Holzbauinteressierte nahmen das Angebot der Hausbesichtigungen wahr. © vorarlberger holzbau_kunst

Rund 10 % der Besucher kamen aus der Schweiz und 30 % aus Deutschland. Auffallend war das stark gestiegene Interesse der deutschen Bauherrschaften, informiert Geschäftsführer des veranstaltenden Vereins vorarlberger holzbau_kunst Matthias Ammann.

Einfamilienhaus noch immer am beliebtesten

Neben einigen herausragend gelungenen Sanierungen und Bestandserweiterungen galt das Hauptinteresse der Besucher auch 2018 primär den Einfamilienhäusern in Holz. Als ökologisch beste Wahl des Bauens stießen die Objekte auf großes Interesse bei jüngeren Besucher. Oft diskutiertes Thema waren auch die Baukosten. Herbert Brunner, Obmann des Vereins, dazu: „Wichtig ist, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Der Holzbau hat gute Chancen, preiswerter als fossile Gebäude zu sein. Wichtig ist, mit den Kunden frühzeitig ins Gespräch zu kommen und alle Varianten  durchzurechnen. Alleine die kurze Bauzeit spricht immer für einen Holzbau. Und wenn ein Kunde sogar noch eigenes Holz stellen kann, dann baut er preiswert.“

Nicht nachlassen, entwickeln

Brunner, der selbst mit zwei Erweiterungsprojekten an der Veranstaltung „kumm ga luaga“ teilnahm, freut sich für die Bauherrschaften und für seine Kollegen über den großen Erfolg. „Die Vorarlberger Holzbauarchitektur beweist seit 20 Jahren, dass sie zu Recht in Sachen Handwerk und Architektur zur Weltspitze gehört.“ Allerdings verknüpft Brunner mit dem kumm ga luaga-Tag klare Auftragshoffnungen seitens der Branche. „Wir haben einen extrem guten internationalen Ruf. Dieser hilft uns hoffentlich auch in konjunkturschwachen Zeiten. Deshalb müssen wir Zimmerer immer wieder hart an und in unseren Betrieben arbeiten, um kontinuierlich neue Ideen und Technologien auf höchstem handwerklichem Niveau anbieten zu können.“

_kl / Quelle: vorarlberger holzbau_kunst