Wood Awards in London verliehen

Seit Ende November stehen die Sieger fest

10.12.2018 – Am 20. November gab man die diesjährigen Gewinner der Wood Awards in London bekannt. Ziel ist es, herausragendes Design, Handwerk und Installationen in Holz anzuerkennen und zu fördern.

Das Gemeindezentrum Cambridge erhielt den Hauptpreis der Wood Awards sowie den Preis in der Kategorie Öffentlicher Bau. © Universität Cambridge
Das Gemeindezentrum Cambridge erhielt den Hauptpreis der Wood Awards sowie den Preis in der Kategorie Öffentlicher Bau. © Universität Cambridge

Den Hauptpreis, den Mears Group Gold Award, sowie den Preis in der Kategorie Öffentlicher Bau machte das neue Gemeindezentrum von Cambridge, das mit einer Kindertagesstätte verbunden ist. Im Mittelpunkt des Gebäudes steht ein großer Saal mit Platz für 180 Menschen. Schlanke, 10 m hohe Brettschichtholzträger prägen den herrschaftlichen Raum. Diese treten aus der Eichenvertäfelung hervor, im Hintergrund hält sich die Furnierverkleidung aus amerikanischer Esche. Die Farben der Hölzer werden nach oben hin immer heller und betonen so die Raumhöhe noch zusätzlich. Der Vorsitzende der Jury der Wood Awards für Gebäude, Steve Corbett, sagte bei der Verleihung dazu: „Die Proportionen stimmen genau und die kontrastreiche, formaktive Gestaltung des Tragwerks, der Täfelung und der Beschichtungen fügen sich effektvoll zusammen.“ Der Entwurf stammt von MUMA Architects, als Auftraggeber fungierte die Universität von Cambridge.

Zwei neue Konzertsäle der „Royal Academy of Music“ in London, entworfen von Ian Ritchie Architects, haben in der Kategorie Innenraumgestaltung gewonnen. Zwei außergewöhnliche Veranstaltungsräume, der Konzertsaal und ein darüber liegender Musiksaal, wurden in das Gebäude der Akademie integriert. Oberhalb des großen Konzertsaales bieten sich nun 230 m2 zusätzliche Fläche für Studentenproben, öffentliche Aufführungen und Aufnahmen. In das Design sind Strukturelemente eingeflossen, die an Streichinstrumente erinnern. Eine Öffnung, von der feine Saiten auszugehen scheinen, erhellt den Raum mit Tageslicht und bildet den zentralen Fokus.

Gewinner Innenausbau: Zwei neue Konzertsäle der „Royal Academy of Music“ in London. Strukturelemente, die an Streichinstrumente erinnern, spiegeln sich in diesen Proberäumen. © Adam Scott
Gewinner Innenausbau: Zwei neue Konzertsäle der „Royal Academy of Music“ in London. Strukturelemente, die an Streichinstrumente erinnern, spiegeln sich in diesen Proberäumen. © Adam Scott

Gewinner der Kategorie Ingenieurholzbau wurde die Macallen-Destillerie – entworfen von den Londoner Architekten Rogers Stirk Harbour + Partners und gebaut von Wiehag in Altheim (wir berichteten). Ebenfalls eine Erwähnung in dieser Kategorie fand ein weiterer Wiehag-Bau: das von den Architekten Hawkins Brown entworfene Schwimmbad der Freemen‘s School in Surrey, südlich von London (wir berichteten). In der Kategorie Kleinobjekte gewann „LOOK! LOOK! LOOK!“. Es handelt sich um einen Pavillon, der im Garten der Berrington Hall, einem ehemaligen Herrschaftssitz, steht. Die Struktur besteht aus 90 rautenförmigen Birkenholzkassetten mit Stoffüberzug. Der Entwurf stammt von Studio Morison.

Als bestes Kleinprojekt wurde dieser Pavillon von Studio Morison prämiert. © Studio Morison
Als bestes Kleinprojekt wurde dieser Pavillon von Studio Morison prämiert. © Studio Morison

Weitere Preise wurden in den Kategorien Bildung & Öffentlicher Sektor sowie Private Bauvorhaben vergeben. In der Kategorie Möbel & Gegenstände wurden Preise in drei Sparten verliehen: Einzelanfertigungen, Serienfertigung und Designer in Ausbildung. Die seit 1971 verliehenen Wood Awards sollen herausragendes Design, Handwerk und Installationen aus Holz anerkennen, fördern und unterstützen.

_kl / Quelle: AEHC