Über den Zustand unserer Wälder

3,7 % weniger Fichte, 1,8 % mehr Buche

28.01.2019 – Österreichs Waldfläche wuchs in den vergangenen zehn Jahren auf über 4 Mio. ha an, was einen Anstieg um 30.000 ha bedeutet. Das besagt die Waldinventur des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT). Weiteres Ergebnis: 47,9 % der Staatsfläche sind mit Wald bedeckt.

In den Jahren von 2008 bis 2018 gab es einen Waldzuwachs um 30.000 ha. © BMNT
In den Jahren von 2008 bis 2018 gab es einen Waldzuwachs um 30.000 ha. © BMNT

Das waldreichste Bundesland bleibt die Steiermark mit einem Bewaldungsgrad von 62 %. Ihm folgen Kärnten (61 %), Salzburg (53 %), Oberösterreich (42 %), Tirol und Niederösterreich (beide 41 %). Im unteren Drittel befinden sich Vorarlberg (36 %), das Burgenland (33 %) und Wien (23 %).

Die Steiermark hat nach wie vor den höchsten prozentuellen Waldflächenanteil. © BMNT
Die Steiermark hat nach wie vor den höchsten prozentuellen Waldflächenanteil. © BMNT

Die Bundeswaldinventur zeigt ebenfalls eine Entwicklung, die angesichts der Kalamitäten der Vergangenheit zu erwarten war: Die Fichte bleibt zwar Hauptbaumart, hat jedoch an Fläche verloren. Sie schrumpfte um 3,7 %. Gegensätzlich hierzu verhält sich die Buche: Ihr Anteil ist auf 11,9 % gestiegen (+1,8 %). Weitere wichtige Baumarten sind die Lärche (5,2 % der Gesamtfläche), die Weißkiefer (4,8 %), die Tanne (2,9 %) und die Eiche (2,4 %).

30.000 ha Waldzuwachs in den vergangenen zehn Jahren steht eine steigende Holznutzung gegenüber. Lag sie 2008 noch bei 85 %, betrug sie 2018 bereits 88 %.

_fp / Quelle: BMNT