Auf Holz „dahinbrettern“

Skaterampe wandert von Ort zu Ort

05.02.2019 – Anlässlich eines Sportfestivals in München baute der Tischler und Skateboard-Begeisterte Andreas Schützenberger eine Anlage aus Holz. Der Auftrag des Sponsors lautete: Der Parcour sollte die Athleten nicht nur herausfordern, sondern auch architektonisch beeindrucken. Mittlerweile wurde die Rampe wieder abgebaut, soll aber beim nächsten Fest mit einer Erweiterung neu errichtet werden.

Als Fahrbahnbelag des mobilen Skateparks dienten 450 Birken-Sperrholzplatten. © Phil Pham/Red Bull Content Pool
Als Fahrbahnbelag des mobilen Skateparks dienten 450 Birken-Sperrholzplatten. © Phil Pham/Red Bull Content Pool

88.000 Zuschauer waren beim Munich Mash 2018, einem Festival für Actionsportzugegen. Sponsor Red Bull hatte dafür den Bau einer außergewöhnlichen Skaterampe im Sinn und erteilte den Auftrag für die Errichtung dem Rampenbauer Andreas Schützenberger. Die 300 m lange Rampe sollte an eine Achterbahn erinnern. Deshalb ist sie nun zwölf Meter  hoch und schlängelt sich problemlos unter Bäumen, über Straßen und durch Wasserbecken hindurch. Als Baumaterial verwendete Schützenberger Fichten- und Birkenholz. Ein Vorteil der Konstruktion liegt darin, dass sich das Holzbauwerk nach Verwendung wieder problemlos demontieren lässt.

BSP und Birke

Zweieinhalb Kilometer Material verarbeitete das sechsköpfige Team von erfahrenen Rampenbauern. Als Fahrbelag dienten 450 Birken-Sperrholzplatten. 1400 Quer- und Längsbalken, 1.800 Stützfüße sowie etliche Rahmen und Schrägstützen geben der Rampe Halt und Form. Da die Stützfüße unterschiedlich hoch sind und auf unebenem Untergrund zu stehen kommen können, schnitten Andreas Schützenberger und sein Team jede Stütze individuell zu. Befestigt wird das Konstrukt mit Heco-Schrauben. Der Fahrbahnbelag aus 9 und 18 Millimeter dickem Brettsperrholz ließ sich damit sicher und spaltfrei montieren.

Nun schürt die Skater-Szene bereits Vorfreude auf das Event in diesem Jahr. Bis dahin ist das „Herzstück“ aus Holz und Schrauben eingelagert. „Wir haben die Rampe aber natürlich noch weiter entwickelt“, verrät Andreas Schützenberger, „und freuen uns darauf, die Zuschauer auch in 2019 zu überraschen und zu begeistern.“

_vb / Quelle: Heco