Holzbauexperten trafen sich in Kurtatsch

Über den gemeinsamen Weg der Innovation im Holzbau

05.03.2019 – Mit dem Format „Rothoschool“ setzt Rothoblaas auf Weiterbildung. Bei den zweitägigen Seminaren treffen sich Architekten, Planer, Holzbauer, Forscher und Wissenschaftler, um über die Zukunft des Holzbaus in Europa zu diskutieren. In verschiedenen Vorträgen werden wissenschaftliche Erkenntnisse, aber auch internationale Marktchancen analysiert und zukunftsweisende Holzbauprojekte vorgestellt.

Zwei Tage lang diskutierten Architekten, Planer, Holzbauer, Forscher und Wissenschaftler bei Rothoblaas über Möglichkeiten und Chanchen des Holzbaus in Europa. © Rothoblaas
Zwei Tage lang diskutierten Architekten, Planer, Holzbauer, Forscher und Wissenschaftler bei Rothoblaas über Möglichkeiten und Chanchen des Holzbaus in Europa. © Rothoblaas

„Mittlerweile werden in Nordeuropa ganze Wohnblöcke und Hochhäuser mit Holz gebaut. Der Markt entwickelt sich rasant und wir wollen zusammen mit unseren Partnern und Kunden diese Entwicklung mitgestalten“, erklärte Gesellschafter Peter Lang von Rothoblaas den rund 100 Teilnehmern zum Auftakt des jüngsten Seminars im Februar. „Da tut sich im Moment so viel, dass es wichtig ist, den Planern und Architekten diese neuen Möglichkeiten vorzustellen, sie auf den Prüfstand zu stellen und anhand von bereits realisierten Projekten Erfahrungen auszutauschen“, resümierte  der Tragwerksplaner Henning Klattenhof. „Es geht um Know-how Transfer auf internationaler Ebene“, ergänzt der Emeritus Professor Kairi Matti von der Aalto Universität aus Helsinki, einer der führenden Holzbauexperten in Europa.

Architekt Tom Kaden ist überzeugt, dass der Holzbau vor allem im urbanen Kontext eine Vielzahl neuer Möglichkeiten bietet. „Mit Holz können wir kostengünstiger, platzsparender und vor allem schneller bauen. Zudem ist Holz ein natürliches Dämmmaterial, das eine angenehmere Wohnatmosphäre schaffen kann, als ein reiner Betonbau“, so Kaden. Die Zukunft liege in der Kombination aus diversen Materialien, bei der das Holz die tragende Rolle übernehmen kann, ist sich der Schweizer Holzbauexperte Philipp Zumbrunnen (ETH Zürich) sicher. Er baut in London ein mehrgeschossiges Haus für rund 50 Familien und ist zudem mit der Planung eines großen Schulgebäudes für rund 2000 Schüler in der Nähe der englischen Hauptstadt beschäftigt.

Korrekte Bauweise ist oberstes Gebot

Michael Klippel, ebenfalls von der ETH Zürich, präsentierte neue Forschungsergebnisse zum Thema „Bemessung von Brettsperrholz im Brandfall“. „Da sind wir mit den heutigen Materialien und Möglichkeiten in einem Bereich, der als absolut sicher bezeichnet werden kann“, informierte Klippel. Die Handhabung der zur Verfügung stehenden Materialien und die korrekte Bauweise seinen das oberste Gebot, wenn es um das Brandverhalten im modernen Holzbau gehe, erklärte der Forscher und Ingenieur.

Auch schalltechnische Neuheiten wurden auf dem BSP Seminar von Rothoblaas präsentiert. Professor Andreas Rabold (TU Rosenheim) zeigte auf, wie mit den neuen Materialien umzugehen ist, um die optimale Schalldämmung im Außen- und Innenbereich zu erreichen. Für den Ingenieur an der Universität Innsbruck, Roland Maderebner, geht ist in Zukunft vor allem darum Forschungseinrichtungen, Holzbauer, Ingenieure und Planer noch näher zusammenzubringen. „Nur wenn wir gemeinsam den Weg der Innovation im Holzbau gehen, können wir am Ende erfolgreich sein und neue Märkte, wie jenen in Nordamerika, mit unseren Produkten und Lösungen bedienen.“

2020 soll das Thema Massivholzbau im Mittelpunkt des Seminars stehen. „Die Innovation im Holzbau ist nicht aufzuhalten und wir von Rothoblaas haben uns zum Ziel gesetzt, diese gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern mitzugestalten“, erklärte Lang zum Abschluss des Seminars.

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