Wohnen auf kleinem Raum stellt global für die Mehrheit der Stadtbewohner die Zukunft dar. Grund genug für die niederländische Architekturplattform RAP Leiden einen Aufruf zur Einreichung von Entwürfen zu starten. Simon George von den ortsansässigen Froscen Architects entwarf ein originelles Konzept zum Thema.
Bunker als Bauplatz
So kreativ der Entwurf, so ungewöhnlich der angestrebte Bauplatz. Mitten im Stadtkern von Leiden hält sich ein Betonbunker versteckt, von Efeu umwachsen sowie teilweise von einer Ziegelmauer versteckt. Der perfekte Bauplatz für Simon Georges "Tiny Houses FOON". Die Verknüpfung von filigranem Holzdesign mit dem brachialen Bestand aus dem 2. Weltkrieg ergibt eine reizvolle Kombination.
Jeder Zentimeter verplant
Vier separate kleine Häuser mit jeweils 38 m2 Wohnfläche verfügen über alle notwendigen Einrichtungen. Den minimalen Wohnraum sollen 30 cm dicke BSP-Wände umgeben, die in den Wintermonaten entsprechend isolieren, um Heizkosten zu sparen. In den Sommermonaten sorgt die konstante Kaltluft, die den Bunker durchströmt, für Kühlung. Weitere ökologische Faktoren, wie die Sammlung von Regenwasser, eine Solaranlage am Dachfirst, LED-Beleuchtung und eine Trockentoilette sind in das Konzept integriert.
Architektur verweist auf Geschichte
"Wir verfolgen mit unserem Konzept zwei Ziele: Einerseits wollen wir durch den Bau generell'Tiny-House-Projekte' in den Niederlanden fördern. Andererseits wollen wir dem Bunker eine bedeutendere Rolle verleihen und die Stadt mit moderner Architektur versehen. Auf diese Weise kann die Geschichte hinter dem Bunker Teil des kollektiven Bewusstseins der Bürger von Leiden werden", erklärt der Architekt seine Idee.
Auf die Veröffentlichung der Konzeptidee hin hätte es bereits reges Interesse an der tatsächlichen Realiserung gegeben. Erste Gespräche mit der Stadt Leiden fanden schon statt, lässt Simon George wissen.
Quelle: Froscen Architects