4000 m³ Holz für RAI-Zentrum in Mailand

Ein Artikel von Birgit Gruber | 21.10.2026 - 07:54

Die verschiedenen Standorte der italienischen staatlichen Rundfunkgesellschaft RAI in Mailand sollen künftig in einem technologisch hochmodernen Produktionszentrum in FieramilanoCity zusammengeführt werden. Das vom Architekturbüro Lombardini22 geplante Bauvorhaben umfasst einen multifunktionalen Gebäudekomplex für die Produktion sowie ein siebenstöckiges Verwaltungsgebäude. Dessen fünf oberste Stockwerke werden in Holzbauweise ausgeführt und von LignoAlp aus Brixen realisiert.

Brettschichtholz und 13.000 m² Brettsperrholzdecken

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Das neue Produktionszentrum der RAI vereint die Verwaltungs- und Produktionstätigkeiten des führenden italienischen Medienunternehmens. © LignoAlp

Die tragende Holzstruktur des Verwaltungstrakts besteht aus Stützen und Trägern aus Brettschichtholz. Darauf lagern insgesamt 13.000 m² Decken aus Brettsperrholz (X-Lam). Für das Projekt sind insgesamt knapp 4000 m³ Holz vorgesehen. Damit sollen rund 4000 t CO₂ langfristig im verbauten Holz gespeichert werden.

Die Entscheidung für Holz fiel laut Lombardini22 nicht allein aus ökologischen Gründen. Auch die Erfahrungen aus anderen Projekten sprachen für den nachwachsenden Baustoff. Zu den wesentlichen Vorteilen zählen der hohe Vorfertigungsgrad der Bauteile und die damit verbundene Möglichkeit, die Bauzeit zu verkürzen. Zudem sollen die technischen Anlagen sichtbar integriert werden. In Kombination mit der Holzstruktur soll so eine warme und angenehme Arbeitsatmosphäre entstehen.

Holzbau als Teil eines urbanen Medienzentrums

Mit dem neuen RAI-Zentrum sollen Verwaltungs- und Produktionsabläufe an einem Standort zusammengeführt werden. Die transparente Architektur des Komplexes zielt darauf ab, die kulturelle und mediale Produktion mit dem städtischen Umfeld zu verbinden. Die Holzbauweise bildet dabei einen wesentlichen Bestandteil des architektonischen und konstruktiven Konzepts. Der Beginn der Montage der Holzstruktur ist für Dezember 2026 vorgesehen.

Quelle: LignoAlp