Entgeltliche Einschaltung

Holzbau als Leitmotiv eines Uferensembles

Ein Artikel von Redaktion | 24.02.2026 - 09:00

Der Entwurf des Büros Luger & Maul ordnet das Areal neu und nutzt Holz als prägendes Konstruktions- und Gestaltungselement. Die Neubauten sind zum See hin transparent und offen und landseitig geschlossen ausgebildet. Die klare Ausrichtung stärkt die Beziehung zwischen Innenräumen, Freiterrassen und Wasserfläche. Dunkle Holzfassaden fassen das Ensemble zusammen und schaffen eine ruhige, homogene Außenwirkung entlang des Ufers.

Umgang mit Bestand und Denkmal

Drohne-6.jpg

Unter der Leitung von Anton Hargassner jun. und Architekt Franz Maul entstand ein mutiges Gesamtkonzept – modern, regional verankert und voller Respekt für Geschichte. © Udo Mittelberger

Der denkmalgeschützte Bestand stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Die historische Villa wurde originalgetreu neu errichtet, der Winter-garten wiederhergestellt. Ein neuer Zubau mit Küche und gehobenen Gastronomieräumen kragt über den See aus und bildet das lichtdurchflutete Restaurant „Aussichtsdeck“. Bodentiefe Verglasungen stellen den kontinuierlichen Blickbezug zum See her. Sichtbare Holzoberflächen prägen die Atmosphäre. Die akustisch wirksamen Dübelholzdecken verbessern die Nutzungsqualität in den Gasträumen. Ein ebenfalls neues Gäste-haus nimmt Beherbergungsräume und Bootseinstellungen auf.

Stehender Blockbau mit Dübelholz

Das Gästehaus wurde in Massivholzbauweise aus Tanne in Form eines stehenden Blockbaus, statisch verbunden mit Lignoloc-Holznägeln, errichtet. Die Dübelholzdecken mit Akustikhobelung sind ebenfalls in Tanne gehalten. Die Konstruktion verbindet hohe Vorfertigungstiefe mit präziser Montage. Mechanische Holzverbindungen reduzieren metallische Einbauten und unterstützen sortenreine Konstruktionen. Die Ausführung des Holzbaus erfolgte durch eine Arbeitsgemeinschaft der Mondseer Unternehmen Ebner Bau und Reindl Bau.

Während die Terrassenhölzer in heimischer Lärche (Rift/Halbrift) ausgeführt wurden, erhielten die Fassadenhölzer in Tanne (Rift/Halbrift) eine dunkle Farbbehandlung. Die Wahl der Lärche adressiert die erhöhte Witterungsbeanspruchung am Seeufer. Alle eingesetzten Holzbauteile wurden von Holz Reisecker fertig abgebunden geliefert. Für das Tragwerk kam dabei MH-Massivholz zum Einsatz.

Die Vorteile im Überblick

MH-Massivholz wird in den drei Güteklassen NATUR, FIX und PLUS angeboten. Hierauf kann man sich bei diesen Produkten verlassen:

  • Getrocknet und trocken sortiert; Holzfeuchte ≤20  (bei FIX und PLUS 15±3 %)
  • CE-Kennzeichnung nach EN 14081-1
  • Sortierklasse zumindest S10 TS nach ÖNORM DIN 4047-1
  • Festigkeitsklasse zumindest C24 nach ÖNORM EN 338
  • Nutzungsklassen 1,2 und 3 nach ÖNORM EN 1995-1
  • Individuelle Längen und Dimensionen (Bauholz nach Liste)

Herausforderungen zusammen gemeistert

IMG_5481.JPG

© Udo Mittelberger

Die Projektentwicklung war durch klare Vorgaben bei hoher Gestaltungsfreiheit gekennzeichnet. Die Bauherrschaft (Familie Hargassner) zeichnete sich durch faire Vergabebedingungen, flexible Entscheidungswege und Unterstützung in Projektsteuerung und Handwerkerauswahl erwiesen aus, wie das Büro Luger & Maul betont.

„Apollo am Mondsee“ zeigt die Leistungsfähigkeit des Holzbaus in komplexen Bestands- und Uferlagen. Die Kombination aus leimfreiem Massivholztragwerk in Tanne, mechanischen Holzverbindungen und dauerhaften Holzfassaden verbindet konstruktive Robustheit mit architektonischer Klarheit.


MH-Massivholz
Schwarzenbergplatz 4
1030 Wien

mh-massivholz.at


Holz-Reisecker
Fraham 4
5273 Roßbach

holz-reisecker.at