Entgeltliche Einschaltung

Wenn aus Einzelelementen ein Dachsystem wird

Ein Artikel von Redaktion | 24.09.2026 - 09:46
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© FAKRO / Michael Wallisch

Bei innerstädtischen Dachprojekten treffen zahlreiche Anforderungen aufeinander. Bauphysik, Schallschutz, Tageslicht, sommerlicher Wärmeschutz und Architektur müssen bereits in der Planung aufeinander abgestimmt werden. Im Wohnbauprojekt Schimmelgasse 5 im 3. Wiener Gemeindebezirk war deshalb keine einzelne Standardlösung gefragt. Für den Neubau von Breiteneder Immobilien, geplant von Superblock Architekten und ausgeführt von Hitthaller Bau, entwickelte Fakro gemeinsam mit den Projektbeteiligten ein System aus unterschiedlichen Dachfenstern, Kniestockelementen und außenliegenden Beschattungslösungen. Das Gebäude umfasst 46 Wohnungen. Besonders im Dachgeschoß sollte durch die gezielte Platzierung und Kombination der Fenster eine helle und großzügige Raumatmosphäre entstehen.

Modular kombinierbare Fensterlösungen

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Insgesamt kamen 41 Fenster- und Kniestockelemente zum Einsatz. Verbaut wurden zwölf Schwingfenster FTU-V P50, 16 Klapp-Schwingfenster FPU-V P50, neun Kniestockfenster BVU P50 und vier Fixelemente FXU. Die unterschiedlichen Fenstertypen wurden modular miteinander kombiniert. Durchgehende Fensterkombinationen bilden Lichtbänder, die Tageslicht tief in die Räume führen und die Dachflächen optisch öffnen.

Ein besonderes Element ist eine vierteilige Kombination aus Klapp-Schwingfenstern und Kniestockfenstern. Sie verbindet eine großzügige Belichtung mit unterschiedlichen Öffnungsfunktionen. Der integrierte Bedienmechanismus ermöglicht das Fixieren des Fensterflügels in verschiedenen Öffnungspositionen und erleichtert die Reinigung von innen. Gleichzeitig kann zwischen Klapp- und Schwingfunktion gewechselt werden.

Frühzeitige Abstimmung der Details

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Für die Umsetzung der komplexen Dachlösungen war die frühe Einbindung aller Beteiligten entscheidend. Fensterkombinationen, Anschlussdetails und Ausführung wurden gemeinsam abgestimmt. Fakro begleitete das Projekt mit technischer Beratung sowie mit flexibel kombinierbaren Fensterlösungen, Sonderformaten und objektspezifischen Ausführungen. Die Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Architektur, Generalunternehmer, Zimmerei und Hersteller bildete die Grundlage für die Umsetzung.

Außenliegender Sonnenschutz von Beginn an mitgeplant

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Auch die Beschattung wurde als Teil des Gesamtsystems geplant. Zum Einsatz kamen 32 solarbetriebene Außenrollläden ARZ Solar und sieben VMZ Solar Netzmarkisen. Die außenliegenden Beschattungen halten einen Teil der Sonnenstrahlung bereits vor der Verglasung ab. Die Netzmarkisen ermöglichen dabei weiterhin Tageslichteinfall und eine Sichtverbindung nach außen. Da die eingesetzten Varianten solarbetrieben sind, waren für die Bedienung weder eine zusätzliche Verkabelung noch Verrohrungen oder Eingriffe in die Dampfsperre erforderlich. Die Beschattungslösungen können außerdem nachgerüstet werden.

Einheitliches Erscheinungsbild

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Neben Funktion und Bedienkomfort spielte auch die gestalterische Integration eine wichtige Rolle. Die Dachfenster und Außenrollläden wurden in RAL 9002 ausgeführt. Die VMZ Solar Netzmarkisen erhielten den Farbton RAL 9003. Die zurückhaltende Farbgestaltung unterstützt das helle Erscheinungsbild des Gebäudes und lässt Fenster und Beschattung harmonisch in die Dachfläche übergehen.

Das Projekt Schimmelgasse 5 zeigt, wie modular kombinierbare Fensterlösungen und eine frühzeitige Abstimmung der beteiligten Gewerke zur Umsetzung komplexer Dachflächen beitragen können. Werden Fenster, Kniestockelemente und Sonnenschutz gemeinsam geplant, entsteht ein abgestimmtes System aus Lichtführung, Öffnungsfunktion und Beschattung.

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