Dirk Bollwerk (links), Präsident des ZVDH, und Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, zeigen sich mit der diesjährigen Ausgabe sehr zufrieden. © GHM
In den Messehallen präsentierte sich eine gut aufgestellte Holzbaubranche, die trotz aktueller Herausforderungen mit Optimismus in die Zukunft blickt. Neue Materialien, digitale Planungsprozesse und innovative Verbindungstechniken standen im Fokus vieler Gespräche. Vor allem der direkte Austausch zwischen Herstellern, Holzbaubetrieben und Planern erwies sich als zentraler Mehrwert der Veranstaltung.
„Der Holzbau hat sich auf der Messe erneut mit all seinen Stärken und Kompetenzen hervorragend präsentiert“, betonte Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland. Zukunftsweisende Innovationen und überzeugende Produktneuheiten hätten ebenso wie der persönliche Austausch zwischen Produktherstellern und Handwerksbetrieben für volle Messehallen gesorgt. „Die positive Stimmung in der Branche war deutlich spürbar“, so Aicher weiter. Auch die wachsende Bedeutung nachhaltiger Bauweisen spielte auf der Messe eine zentrale Rolle.
Die Messe ist für uns die ideale Plattform für den Austausch mit unseren Kunden im Holzbau. Nach einem etwas ruhigeren Start waren die Besucherzahlen gegen Ende sehr gut. Wir nehmen insgesamt eine sehr positive Entwicklung wahr – sowohl in unserem Unternehmen als auch in der Baubranche. Besonders die gestiegene Investitionsbereitschaft unserer Kunden stimmt uns optimistisch. Der Trend ist klar positiv, deshalb sind wir in Stuttgart gerne wieder dabei.
Innovationen-Award an Fixpod
Ein besonderer Anziehungspunkt war erneut die Start-up & Innovation Area, in der junge Unternehmen neue Technologien und Ideen für das Bauhandwerk vorstellten. Der Start-up & Innovation Award ging in diesem Jahr an Fixpod für eine patentierte Verbindungslösung im Holzbau. Das System ermöglicht revisionslose Installationsrohrübergänge und verspricht deutliche Effizienzsteigerungen auf der Baustelle. „Wir erreichen eine Kosten- und Prozessoptimierung von über 50 % und reduzieren den Verschnitt um mehr als 90 %“, erklärte Gründer Sascha Müller. Inzwischen werde das System bereits von mehr als 300 Holzbaubetrieben eingesetzt.
Neben technischen Innovationen stand auch der Nachwuchs im Mittelpunkt der Messe. Viele junge Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Holzbau zu informieren. „Besonders gefreut hat mich das große Interesse vieler junger Menschen an unserem Klimaschutzhandwerk“, sagte Aicher. Der Holzbau biete hervorragende Perspektiven für Fachkräfte und spiele eine Schlüsselrolle beim nachhaltigen Bauen.
Die Dach+Holz International bestätigte damit erneut ihre Rolle als wichtigster Treffpunkt für die Dach- und Holzbranche. Die nächste Ausgabe der Messe findet vom 7. bis 10. März 2028 in Stuttgart statt. Bis dahin dürften viele der in Köln vorgestellten Innovationen bereits ihren Weg in die Praxis gefunden haben.
Quelle: Dach+Holz International