Innovativer Holzhybrid für Münchner Werksviertel

Ein Artikel von Birgit Gruber | 29.04.2021 - 09:44
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© C.F. Møller Architects

Der „iCampus im Werksviertel“ ist Teil des Münchner Werksviertels direkt gegenüber dem Münchner Ostbahnhof. Wo einst Krafträder, Kleidung und Knödel entstanden, wird heute produktives Arbeiten neu definiert. Die Weiterentwicklung des traditionsreichen Standortes bündelt menschliche Ansprüche und führt sie harmonisch zusammen: Leben, Wohnen und Arbeiten werden zur Einheit. Das Quartier umfasst auf insgesamt rund 110.000 m2 zehn Gebäude. An der August-Everding-Straße ist nun ein rund 20.000 m2 großes Holzhybridgebäude als südöstliches Tor zum iCampus geplant. Der Entwurf des sogenannten „i8“ stammt aus der Feder des renommierten dänischen Architekturbüros C.F. Møller, das sich unter anderem auf Gebäude mit Holztragwerken spezialisiert hat. 

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Industriell geprägte Architektur

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© C.F. Møller Architects

Das Gebäude soll sowohl das Erbe des ehemaligen Industriegebiets als auch den jugendlichen Charakter des aufstrebenden neuen Stadtteils Werksviertel durch eine industriell geprägte und modern interpretierte Architektursprache widerspiegeln. Als optimale Ergänzung zu den Holzelementen soll die Fassade des „i8“ aus recyceltem Aluminium in einem gedämpften Grünton entstehen. „Wir sind stolz darauf, als Erste eine Holzhybridkonstruktion und ein Interieur mit großem Holzanteil in diesem historischen Industriegelände umzusetzen und so deutsche und skandinavische Tradition zu verbinden. Mit dem i8 verbinden wir die Prinzipien eines gesunden Lebens mit der Idee agiler und kreativer Arbeit”, erklärt Mads Mandrup Hansen, Partner und Architekt bei C.F. Møller Architects. Um die Bemühungen um ein nachhaltiges, energieschonendes Gebäude zu unterstreichen, strebt R&S Immobilienmanagement als Entwickler zudem das höchste Zertifizierungsniveau für LEED und der DGNB an.

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Viel Licht für positives Arbeitsklima

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© C.F. Møller Architects

Auch im Inneren setzen die Architekten auf Innovation und modernes Ambiente. Offene Foyers und schwebende Treppen sowie ein Park mit historischem Baumbestand laden die künftigen Mitarbeiter zum produktiven Arbeiten und Wohlfühlen ein und lassen viel Licht in die Büroräume. Ein Atrium aus warmen Holzmaterialien erleichtert das Networking, den Wissensaustausch und visuellen Kontakt zwischen den verschiedenen Etagen und Einheiten. Beim Grundriss wurde Wert auf Flexibilität gelegt: Die Räume lassen sich in Einzel-, Großraumbüros oder eine Kombination beider Konzepte umwandeln.

Quelle: C.F. Møller Architects