Danone forscht im transparenten Holzbau

Ein Artikel von Birgit Gruber | 16.02.2024 - 09:25
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Das Gebäude wird von einer Aluminiumfassade umrahmt, typisch für das innovative Viertel südlich von Paris. © Arte Charpentier / Christophe Valtin

Danone Nutricia Research, die Forschungs- und Innovationstochter der Danone-Gruppe, eröffnete 2022 ein Internationales Forschungs- und Innovationszentrum mit dem Namen „In'Cube“ im Herzen des städtischen Campus Paris-Saclay. Der Ort des Baugeschehens wird auch „das europäische Silicon Valley" genannt, die Anbindung zum öffentlichen Verkehr ist hervorragend mit dem Flughafen Orly und dem TGV-Bahnhof Massy in unmittelbarer Nähe. Das Gebiet soll auch zu einem neuen Ort des Lebens, der Begegnung und des Austauschs zwischen Kunst und Wissenschaft werden, da dort bis 2025 das Centre Pompidou gebaut werden soll. 

Baustoff Holz passt zur Marketingstrategie

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Zentrum des Gebäudes ist ein riesiges Atrium, dass vollständig aus Holz gebaut wurde. © Arte Charpentier / Christophe Valtin

Unter dem Werbeslogan „One health, one planet“ will das Unternehmen durch gesunde Ernährung und Beratung die Lebensqualität möglichst vieler Menschen verbessern. Dabei hat man immer den Planeten im Blick. Deshalb ist es nur logisch, dass für den Bau des neuen Forschungszentrums der Baustoff Holz eine große Rolle spielt. Architektonisch verkörpert In'Cube die Danone-Visionen: Innovation, Gesundheit durch Ernährung, eine nachhaltige Umwelt und die Suche nach der besten Lebens- und Arbeitsqualität. Das Architekturbüro Arte Charpentier hat dieses Zukunftsbild nun in die Realitiät umgesetzt, indem es eine intensive Auseinandersetzung mit der Hybridisierung von Strukturen, der Nachhaltigkeit von Materialien, der Wiederverwendung und der Kreislaufwirtschaft einfließen ließ, um eine ökologisch verantwortliche und kreative Architektur zu schaffen. 

Sägezahndach sorgt für ausreichend Licht

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Das Atrium ist auch gleichzeitig ein großes Auditorium, von wo aus man in die einzelnen Büroetagen blicken kann. © Arte Charpentier / Christophe Valtin

Das Zentrum des fünfstöckigen Ersatzneubaus 20 km südlich von Paris bildet ein 900 m2 großes Atrium mit einer Höhe von 10,5 m. Neben der hybriden Tragstruktur des Gebäudes besteht es vollständig aus Holz. Ein Sägezahndach mit senkrechten Fensterbändern sorgt für einen hohen Tageslichteintrag in dieser internen Plaza. Die wissenschaftlichen Labore, Werkstätten und Coworking-Spaces, die sich um diesen Innenhof gruppieren, werden so von zwei Seiten mit Tageslicht versorgt. Im gesamten Gebäude wurden 3000 m3 Holz verbaut. „Ziel war es, ein harmonisches Ganzes zu schaffen, das das Wohlbefinden der Mitarbeiter ebenso im Blick hat wie die Dekarbonisierung des Planeten“, weiß Abbès Tahir, Partner bei Arte Charpentier.

Quelle: Arte Charpentier