Zum Auftakt am Freitag trafen sich die Gäste beim Holzpavillon an der Dorfbahn, einem modernen Beispiel für nachhaltiges Bauen mit Holz. Nach der Fahrt ins Panoramarestaurant Frööd gab es regionale Spezialitäten und die erste Gelegenheit zum Austausch – besonders über Themen wie Fachkräftesicherung, Digitalisierung im Holzbau und neue Bauvorschriften.
Am Samstag standen drei Vorträge auf dem Programm, die Kopf und Herz angesprochen haben:
- Markus Linder, Kabarettist und Musiker, erinnerte mit Humor daran, wie wichtig Freude und Menschlichkeit im Arbeitsalltag sind.
- Prof. Dr. Kilian Mehl sprach über gesundes Führen von Betrieben – ein Thema, das in Zeiten von Personalmangel und steigendem Leistungsdruck immer wichtiger wird.
- Dr. Matthias Strolz, Unternehmer und Autor, zeigte Wege, wie man als Betrieb Klarheit, Haltung und Mut bewahren kann – auch bei Veränderungen in der Bauwirtschaft.
Die Vorträge machten deutlich: Holzbau ist nicht nur Technik, sondern auch eine Frage der Unternehmenskultur und Zukunftsorientierung.
Austausch, Natur und aktuelle Branchenthemen
Am Nachmittag konnten die Teilnehmer aus mehreren Angeboten wählen – zum Beispiel Klettern, Kulturwanderung oder eine Naturexkursion. Besonders gefragt waren eine Gipfelwanderung und der Vortrag über das Lünerseewerk II, ein aktuelles Großprojekt, bei dem Holzbau, Energie und Umweltschutz zusammenspielen. Am Abend traf man sich zum Gala-Dinner im Bergrestaurant Goona, begleitet von Live-Musik. Als die Gäste von der Bergstation zum Goona spazierten wurden sie von fünf Alphornbläsern klangvoll empfangen. Diese Überraschung wurde von einer nicht geplanten noch übertroffen: Binnen weniger Minuten trotteten um die 50 Kühe der umliegenden Alpe heran und bildeten einen engen Halbkreis um die Alphornbläser. Da blieb den Holzbaugästen nur die „zweite Reihe“ . Bei den abendlichen Gesprächen wurde dann zwar ordentlich gefachsimpelt, aber das gesellige Miteinander stand bis tief in die Nacht klar im Vordergrund.
Gemeinsamer Ausklang mit Weitblick
Am Sonntag schlenderten die 300 Gäste gemütlich entlang des Alvierbaches zur Reithalle , wo Propst Martin Werlen einen spannenden Festgottesdienst „der anderen Art“ gestaltete. Der anschließende Frühschoppen mit der Dorfmusik Bürserberg bot Gelegenheit für einen wunderbaren Ausklang in der herrlichen Bergwelt des Brandnertales, selbstverständlich wiederum kulinarisch verwöhnt von der Crew der Familie Schwärzler.
Die Bundestagung 2025 im Brandnertal zeigte einmal mehr: Der Holzbau in Österreich ist technisch auf hohem Niveau, steht aber auch vor großen Herausforderungen – vom Fachkräftemangel über neue Nachhaltigkeitsvorgaben bis zu sich wandelnden Kundenerwartungen. Umso wichtiger sind Formate wie diese, die Fachlichkeit, persönliche Begegnung und Naturerfahrung verbinden. Wer die Zukunft des Holzbaus gestalten will, braucht nicht nur Know-how – sondern auch Gemeinschaft, Begeisterung und den Mut, über den Tellerrand hinauszuschauen. Fazit: Holzbau braucht Haltung, Austausch und Gemeinschaft.