Tatsächlich kann ein Mangel bei Vorliegen der schadenersatzrechtlichen Voraussetzungen bis zu 30 Jahre nach der Übergabe aufgegriffen werden. Was aber, wenn eine Sache nach so langer Zeit gänzlich... Mehr lesen ...
Für den Neubau einer Toilettenanlage kamen bereits genutzte Holztafelelemente als Außenwände zum Einsatz. Die direkte Wiederverwendung komplexer Bauelemente ist bislang kaum erprobt. Gemeinsam mit Praxispartnern des Unternehmensnetzwerks ZimmerMeisterHaus und der Holzbaufirma Kappler, Gackenbach/DE, verfolgen RPTU-Professor Dr. Jürgen Graf, Leiter des Forschungsbereichs Holzarchitektur und Holzwerkstoffe, und sein Team im Forschungsprojekt Re-Use-Holzbau ein langfristiges Ziel: Holztafelelemente sollen bereits bei ihrer Herstellung für eine mehrfache Nutzung konzipiert werden.
Zentrale Herausforderungen sind dabei unterschiedliche Anforderungen an Abmessungen, Anschlüsse, Toleranzen und bauphysikalische Eigenschaften. Das Projekt soll die Rahmenbedingungen für eine Wiederverwendung untersuchen und daraus praxistaugliche Lösungen ableiten.
„Das Konstruieren für die Wiederverwendung beginnt mit dem Verständnis dafür, wie bestehende Gebäude gefügt sind, ihre Bauelemente zurückgewonnen und an neue Anforderungen angepasst werden können. Im Bauwerksmaßstab haben wir das gemeinsam mit der Praxis erprobt. Diese Erfahrungen zeigen, welche Potenziale in Bestandskonstruktionen für das kreislauffähige Bauen stecken“, erklärt Graf.